Karl-Heinz Rummenigge prägte den FC Bayern wie kaum ein anderer. Von 1984 bis 1987 kickte der ehemalige Offensivstar zudem in Italien bei Inter Mailand. Kein Wunder also, dass das Wort des 70-Jährigen vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen den Münchnern und Atalanta Bergamo Beachtung findet. Für den deutschen Rekordmeister hält das Aufsichtsratsmitglied eine Warnung parat.
Vor dem Gastspiel seines FC Bayern bei Atalanta Bergamo (Dienstag, 21 Uhr) hob Rummenigge im Gespräch mit der "Gazetta dello Sport" hervor, dass der Underdog aus Bergamo "Respekt" verdiene und keineswegs unterschätzt werden dürfe: "Wichtig ist, nicht denselben Fehler zu machen, den viele andere große Vereine in der Champions League gemacht haben: Alle waren Favoriten und haben dann verloren, wie beispielsweise City gegen Bodö oder Dortmund."
Der BVB spielte gegen die Norweger vor heimischer Kulisse zwar 2:2 und musste sich anders als wenig später ManCity (1:3) nicht geschlagen geben, gab aber eine hervorragende Ausgangssituation in der Ligaphase aus der Hand.
Jüngst schockte Bodö dann auch noch in den Playoffs Inter Mailand, das gegen den Außenseiter seine Träume vom Gewinn der Königsklasse begraben musste.
Selbiges gilt für den BVB, der trotz eines 2:0-Sieges im Hinspiel gegen Bayern-Gegner Atalanta unterlag (2:0/1:4).
Coach des FC Bayern "ein Glücksfall"
Auch die Münchner haben 2024/25 beinahe erfahren, wie es ist, der Favoritenrolle nicht gerecht zu werden, wie Rummenigge mahnend betonte: "Vor einem Jahr haben wir in den Playoffs mit 2:1 in Glasgow gegen Celtic gewonnen und dann im Rückspiel verloren und erst am Ende ausgeglichen, wodurch wir die Runde überstanden haben. Das ist ein Fehler, der oft gemacht wird, auch die Öffentlichkeit vermittelt den Eindruck, dass das Spiel einfach ist, aber solche Spiele gibt es nicht mehr."
Als Trumpf für den FC Bayern sieht Rummenigge allerdings Coach Vincent Kompany.
"Es war ein Glücksfall, ihn zu holen; er ist ein guter Trainer und ein guter Mensch. Heutzutage wollen die Spieler einen menschlichen Trainer, einen, der sie nicht kritisiert, wenn sie schlecht spielen, sondern mit ihnen spricht. Der Job eines Trainers ist völlig anders als zu meiner Zeit als Spieler. Damals konzentrierte er sich auf Training und Taktik, da war er vom Team abhängig. Heute muss er viel mehr tun; die menschliche Beziehung zählt", so der deutsche Ex-Nationalspieler.




























