Die Diskussion um den Video-Assistenten in der Fußball-Bundesliga reißt einfach nicht ab. Auch am vergangenen Wochenende sorgte einmal mehr ein nicht gegebener Handelfmeter bei der Partie des 1. FC Köln gegen den BVB für erhitzte Gemüter. Selbst Rekordnationalspieler Lothar zeigte sich nach den jüngsten Entscheidungen zunehmend ratlos.
Auslöser der Aufregung war das vermeintliche Handspiel von BVB-Verteidiger Yan Couto tief in der Nachspielzeit im eigenen Strafraum. Nach VAR-Ansicht blieb es bei der Entscheidung des Unparteiischen Daniel Siebert, keinen Elfmeter zu pfeifen - zum völligen Unverständnis aller Kölner.
Auch Lothar Matthäus konnte das nicht geahndete Couto-Handspiel nicht nachvollziehen, wie er in seiner "Sky"-Kolumne ausführte: "Gerade bei klaren Szenen, wie am Samstag in Köln, ist eine Fehleinschätzung sehr ärgerlich", meinte der 64-Jährige zunächst.
Auch dass solche Fehler im Laufe einer Saison ausgeglichen würden, lässt Matthäus nicht mehr gelten. "Ich sage: Nein! Es geht darum, dass wir Gerechtigkeit wollen. Mit dem VAR sind viele Fehlentscheidungen korrigiert worden, das ist das Positive. Auf der anderen Seite gibt es immer noch zu viele Fehler und man fragt sich: Wozu haben wir ihn überhaupt?"
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Matthäus hadert: "Was machen die Leute im Keller?"
Besonders ärgert den Weltmeister-Kapitän von 1990, dass selbst mit zahlreichen zur Verfügung stehenden Kameraperspektiven noch derart viele Fehlentscheidungen getroffen werden: "Warum wurde die Szene im Kölner Keller nicht so bewertet, wie es 99 Prozent der Leute getan hätten? [...] Ich frage mich auch, was die Leute im Keller manchmal machen. Sitzen sie die ganze Zeit vor den Monitoren und prüfen jede einzelne Szene? Ab und zu hat man das Gefühl, die gehen zwischendurch mal einen Kaffee trinken."
Für die ebenfalls anhaltenden Diskussionen, ob ein vermeintliches Handspiel absichtlich oder unabsichtlich ausgeführt wurde, hat der ehemalige Weltklasse-Spieler sowieso keinerlei Verständnis mehr.
"Die Unterscheidung, ob ein Handspiel absichtlich oder unabsichtlich war, ist für mich sowieso der größte Schmarrn. Handspiele sind in den seltensten Fällen absichtlich. Wenn durch die Berührung mit der Hand die Körperfläche vergrößert wird, ist es ein Strafstoß. Punkt", schimpfte Matthäus in seinem Gastbeitrag.































