Jetzt ist es amtlich: Borussia Dortmund und Julian Brandt gehen im Sommer nach dann sieben gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Was steckt hinter der Personalentscheidung beim BVB?
"Bild" berichtet, aus Vereinssicht spielen einerseits die Finanzen eine Rolle. Brandt soll demnach rund acht Millionen Euro pro Jahr einstreichen und damit zu den Gutverdienern im BVB-Kader gehören. Klar ist auch: Seine Leistungen spiegelten diesen Fakt nicht immer adäquat wider.
Außerdem wolle der BVB eine neue Hierarchie in der Mannschaft aufbauen. Ein Abgang von Brandt, der sich in den letzten eineinhalb Jahren nach dem Abgang von Vereinsikone Marco Reus mit wenig Ertrag als Führungskraft versuchte, kommt den Bossen daher sehr gelegen.
Aber auch Brandt selbst soll das BVB-Aus begrüßen. Den 29-Jährigen habe zuletzt unter Trainer Niko Kovac seine Rolle als Pendler zwischen Startelf und Bank gestört. Zudem ist er dem Bericht zufolge unzufrieden damit, beim BVB oft als Gesicht von Krisen identifiziert zu werden.
Wohin es Brandt nun zieht, ist weiter offen. Als Interessent wird Aston Villa aus der englischen Premier League gehandelt.
Brandts BVB-Aus "für beide Seiten eine Chance"
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"Es hat offene Gespräche gegeben und wir waren uns einig, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken bei "Sky". "Er hat ein paar Hundert Spiele für Borussia Dortmund gemacht. Wir können nur Dankbarkeit für ihn haben. Er hat sieben Jahre bei uns gespielt. In ein paar Wochen wird er 30. Wir werden uns neu orientieren. Das kann auch für beide Seiten eine Chance sein. Man geht mit ganz viel Wertschätzung auseinander."
Sportdirektor Sebastian Kehl schilderte: "Ich habe mich mit Jule hingesetzt. Wir haben die Dinge besprochen und werden ab Sommer getrennte Wege gehen. Das kann für beide eine Chance sein."
Beiden Parteien sei die Entscheidung "nicht ganz leichtgefallen, weil wir lange und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben und etwas erreicht haben", betonte Kehl.
Brandt habe "fast 300 Spiele für diesen Klub gemacht und wahnsinnig viele Tore geschossen. Er hat auch immer seinen Mann gestanden. Trotzdem muss man ab einem gewissen Punkt Entscheidungen treffen. Beide haben das so für sich entschieden".






























