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Crosby, Brown und Co.

Die größten Trade-Kandidaten 2026

Maxx Crosby könnte 2026 für ein anderes NFL-Team spielen
Maxx Crosby könnte 2026 für ein anderes NFL-Team spielen
Foto: © IMAGO/Prentice C. James
04. März 2026, 18:55

Am kommenden Mittwoch beginnt die Free Agency in der NFL. Ab dann können auch wieder Trades durchgeführt werden. Doch wer kommt dafür infrage? sport.de gibt eine Übersicht über mögliche Tauschkandidaten für die Saison 2026.

Offiziell öffnet der Trade-Markt in dieser Offseason erst am 11. März um 21 Uhr (MEZ), wenn das neue Liga-Jahr beginnt. Doch schon jetzt können die Teams der NFL solche Trades aushandeln. 

Die ersten sind auch schon passiert und die Houston Texans waren schon ziemlich aktiv in dieser Woche. Am Montag schickten sie zunächst Offensive Lineman Tytus Howard zu den Cleveland Browns, anschließend ging es für Interior-O-Liner Juice Scruggs zu den Detroit Lions, die dafür im Gegenzug Running Back David Montgomery nach Texas schickten. Und schon in der Vorwoche einigten sich die Jets und Titans auf einen Tausch von Edge Rusher Jermaine Johnson und Defensive Tackle T'Vondre Sweat. 

Doch die besagten Deals werden voraussichtlich nicht die einzigen in dieser Offseason bleiben. Die folgenden Spieler könnten in Kürze auch noch den Arbeitgeber wechseln.

Video: Kölner Tight End überzeugt beim NFL Combine

NFL: Die Trade-Kandidaten 2026

Maxx Crosby - Edge Rusher, Las Vegas Raiders

Dieser Name kursiert bereits seit Monaten. Crosby hat es gar nicht gefallen, dass ihn das Team vor Ende der vergangenen Saison aufgrund einer Knieverletzung auf die Injured Reserve List gesetzt hat, obwohl er seiner Ansicht nach durchaus noch bis Saisonende hätte spielen können. Mutmaßlich ging es für die Raiders darum, mit dem Schritt die Chancen auf den First-Overall Pick im Draft zu erhöhen, den man letztlich trotz Sieges in Woche 18 gegen die Kansas City Chiefs letztlich auch sicherte.

Was folgte, waren anerkennende Worte von General Manager John Spytek und zumindest mal kein Öl ins Feuer von Crosby. Doch im Allgemeinen ist schon noch davon auszugehen, dass der Elite-Pass-Rusher gerne woanders hingehen würde, um vielleicht doch mal Erfolg zu haben in seiner Karriere. 

Die Raiders sind offenbar offen für einen Trade, allerdings nur zu einem hohen Preis. Dem Vernehmen nach schwebt den Raiders ein ähnliches Paket vor, wie es die Cowboys im Vorjahr für Micah Parsons bekommen haben. Allerdings ist Parsons vier Jahre jünger und hatte nicht sieben Spiele in den zwei Saisons vor dem Trade verletzungsbedingt verpasst.

Dennoch ist Crosby immer noch ein Elite-Pass-Rusher, der zudem auch stark gegen den Run ist. Wenn die Cowboys etwa ihre Parsons-Lücke schließen wollen, wäre das die Gelegenheit. Was den Preis angeht, dürften die Raiders zunächst mal zwei Erstrundenpicks verlängern, eventuell noch einen guten Spieler. Ob sie das angesichts der Tatsache, dass Crosby nach einem Trade auch noch einen neuen Vertrag bräuchte - ihm sind nur noch 30 Millionen Dollar im kommenden Jahr garantiert -, ist aber zumindest fraglich.

Größte Interessenten: Cowboys, Bears, Patriots, Commanders.

A.J. Brown - Wide Receiver, Philadelphia Eagles

Dass ein Trade von A.J. Brown für die Eagles per se kein einfaches Unterfangen wird, habe ich bereits erklärt. Und dennoch scheint die allgemeine Erwartung nun zu sein, dass die Eagles durchaus bereit wären, diese Anstrengungen auf sich zu nehmen, wenn ein entsprechend aggressives Angebot kommen sollte.

Wie das aussehen mag? Gerüchten zufolge erwartet General Manager Howie Roseman mindestens mal ein besseres Angebot als die Steelers im Vorjahr für D.K. Metcalf gezahlt haben, der seinerzeit für einen Zweitrundenpick aus Seattle kam. Die Rede ist von einem Erstrundenpick und womöglich mehr, eventuell sogar ein Spieler auf höherem Niveau.

Brown wird zum Start der neuen Saison 29 Jahre alt sein, ihm steht ein garantiertes Gehalt in Höhe von 29 Millionen Dollar zu und bis zum Start der nächsten Saison werden ihm weitere vier Millionen Dollar für 2027 auch schon garantiert sein. Das allerdings hat zur Folge, dass er nach einem Trade wohl dennoch frische Garantien für die kommenden Jahre fordern würde. 

Auch hier gilt: ein Trade ist nicht unmöglich, ein Team müsste aber tief in die Tasche greifen, was Draft- und wirtschaftliches Kapital betrifft. In seinem Alter und mit seinem Hang zum Off-Field-Drama ist das zumindest mal schwieriger vorstellbar als etwa bei Crosby.

Größte Interessenten: Patriots, Bills, Ravens.

Kayvon Thibodeaux - Edge Rusher, Buffalo Bills

Der vielleicht naheliegendste Trade-Kandidat in dieser Offseason scheint Thibodeaux zu sein. Die Giants wagen in diesem Jahr mal wieder einen Neustart unter einem neuen Head Coach - John Harbaugh - und sie brauchen entsprechend Draft-Kapital. Derzeit verfügen sie nur über sieben Picks, wobei sie keinen in Runde 3 und 7 haben, dafür aber drei in Runde 6. Mehr Picks am zweiten Tag wären also wünschenswert.

Der beste Weg, an solche heranzukommen, ist daher wohl ein Trade von Thibodeaux. Er spielt auf einer Position, auf der die Giants sehr gut besetzt sind mit Brian Burns und Abdul Carter, die beide im Vorjahr schon die Nase vorn hatten gegenüber Thibodeaux in Sachen Snaps. Zudem geht Thibodeaux als einstiger Erstrundenpick in sein letztes Vertragsjahr für garantierte 14,75 Millionen Dollar - durchaus überschaubar für einen guten Pass Rusher.

Ob man ihm dann direkt einen neuen Vertrag geben müsste, sehe ich zumindest mal nicht als gegeben an. Sprich: Man könnte die kommende quasi als Prove-it-Season betrachten, nachdem dieser Spieler zwar immer sein Talent hat aufblitzen lassen, jedoch nie über eine volle Saison vollends überzeugte. Ist er wirklich mehr als ein situativer Pass Rusher, ist hier die Frage.

Im richtigen Scheme und mit den nötigen Snaps könnte er das aber unter Beweis stellen. Alles in allem könnte er einen zusätzlichen Day-2-Pick und eventuell einen Conditional-Day-2-Pick einbringen, wenn man gut verhandelt. Dieses Szenario scheint ein recht wahrscheinlicher Trade zu sein.

Größte Interessenten: Chargers, Bengals, Bears.

Sam LaPorta - Tight End, Detroit Lions

Dieser Name ist Sinnbild für den Punkt, an dem sich dieses einst notorisch schlechte Franchise mittlerweile befindet. Die Lions haben die Phase erreicht, in der sie mit der Realität des Salary Cap konfrontiert werden. Derzeit stehen sie noch leicht im Minus (ca. -5,5 Millionen Dollar) und müssen sich allmählich überlegen, welche ihrer erfolgreichen Eigengewächse sie halten und welche sie zwangsläufig abgeben wollen oder müssen.

In diesem Jahr kann etwa Running Back Jahmyr Gibbs erstmals eine Vertragsverlängerung erhalten. Und angesichts der Tatsache, dass man David Montgomery schon nach Houston geschickt hat, dürfte das der Plan sein. Doch bleibt dann noch Geld übrig, um auch LaPorta, der unzweifelhaft zu den besseren Tight Ends der NFL zählt, zu halten? Noch dazu beim derzeit explodierenden Tight-End-Markt, auf dem der Maßstab nun bei 19,1 Millionen Dollar im Durchschnitt (George Kittle) liegt. 

Die Vernunft suggeriert, dass diese Frage mit nein zu beantworten ist. Man hat bereits Jared Goff, Amon-Ra St. Brown, Jameson Williams und Penei Sewell für viel Geld verlängert, Gibbs wird wohl zeitnah folgen und die Offensive Line hat Lücken, die es zu stopfen gilt. Entsprechend ist dies womöglich das Ende der Reise für LaPorta, der 2023 in Runde 2 des Draft gezogen wurde. 

Er geht ins letzte Vertragsjahr und wird rund 5,7 Millionen Dollar verdienen, anschließend aber Free Agent werden. Wenn man jetzt schon weiß, dass man ihn nicht verlängert, wäre ein Trade wohl die beste Lösung. Man verfügt bereits über neun Draftpicks, aber nur zwei in den ersten drei Runden. Will man sich nachhaltig verstärken, könnte man durch einen LaPorta-Trade mehr Spielraum generieren, zumal größere Lücken in der Offensive Line und mindestens in Sachen Kadertiefe in der Secondary bestehen. Zudem bräuchte es einen Top-Pass-Rusher als Komplement zu Aidan Hutchinson, den man auch schon teuer bezahlt hat.

Größte Interessenten: Chiefs, Ravens, Texans.

D.J. Moore - Wide Receiver, Chicago Bears

Nachdem Moore in seinen ersten zwei Jahren in Chicago der Fixpunkt dieser Offense war, schrumpfte seine Rolle merklich im ersten Jahr unter Head Coach Ben Johnson. Das war so extrem, dass er die mit Abstand wenigsten Targets (85), Receptions (50) und Yards (682) seit seiner Rookie-Saison (2018 in Carolina) sammelte, obwohl er in allen Spielen im Einsatz war.

Daher erscheint es naheliegend, dass er selbst sicherlich einen Tapetenwechsel begrüßen würde, zumal vielen Fans sicherlich die letzte Interception von Caleb Williams im Divisional Game gegen die Los Angeles Rams in Erinnerung geblieben ist, als es so aussah, dass Moore seine Route vorzeitig abbrach und somit den Pick, der letztlich zum Ausscheiden der Bears führte, mit verschuldete.

Kein gutes Bild, dass er damit abgegeben hat. Alles in allem könnten somit auch die Bears an einer Trennung interessiert sein. Moore allerdings hat noch einen gültigen Vertrag bis zum Ende der Saison 2029 und sein komplette Gehalt in Höhe von 23,485 Millionen Dollar für 2026 ist ihm bereits garantiert. Eine Entlassung kommt also nicht infrage, zumal die Bears ohnehin schon mit -7,46 Millionen Dollar über der Salary Cap liegen und noch Arbeit vor sich haben.

Würden sie letztlich traden, dann brächte ihnen dies eine Cap-Ersparnis in Höhe von 16,5 Millionen Dollar. Die Bears haben unter anderem Baustellen an beiden Fronten sowie in der Secondary, verfügen aber nur über sieben Draftpicks, darunter keinen in Runde 6 und zwei in Runde 7. Mehr Munition könnte also auch für sie reizvoll sein. Ein Day-2-Pick müsste mit einem Spieler dieser Klasse durchaus drin sein.

Größte Interessenten: Bills, Ravens, Patriots.

New England Patriots
New England Patriots
Patriots
13
0
0
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Seattle Seahawks
Seattle Seahawks
Seahawks
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6
3
17
00:30
Mo, 09.02.
Beendet
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