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"Eine Reise und ein Kampf"

Horror-Sturz rettete Skisprung-Karriere

Ist zurück in der Spur: Skispringerin Silje Opseth
Ist zurück in der Spur: Skispringerin Silje Opseth
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Christian Moser
02. März 2026, 14:38
sport.de
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Nach eigener Aussage hat ausgerechnet ihr heftiger Sturz in Sapporo im Januar 2025 der norwegischen Skispringerin Silje Opseth die Karriere gerettet.

"Danach konnte ich mich ein wenig entspannen und beruhigen. Ich konnte nicht mehr so trainieren wie früher, und dann begann sich alles zu normalisieren", sagte die 26-Jährige bei "NRK" über den Vorfall, bei dem sie sich schwer am Knie verletzte.

Zuvor plagten Opseth allerdings heftige mentale Probleme. Sie nahm ungewollt Gewicht zu, ein Ender der aktiven Laufbahn stand im Raum. "Mein Körper reagierte so, dass er einfach alles speicherte, und ich nahm zu, obwohl ich eigentlich abnehmen sollte", schilderte die sechsmalige norwegische Meisterin.

Nach dem Sturz in Sapporo kämpfte sie sich aus dem Loch. "Das letzte Jahr war eine Reise und ein Kampf. Aber was mich am meisten Zeit gekostet und Kopfzerbrechen bereitet hat, war, meinen Weg zurück zur Sicherheit zu finden", blickte Opseth zurück.

Sie zog von Oslo nach Trondheim um, lebt dort mit ihrem Partner zusammen und bildet inzwischen eine Trainingsgruppe mit Teamkollegin Eirin Maria Kvandal sowie Johann André Forfang und Halvor Egner Granerud. 

Skispringen: Silje Opseth fühlt sich "viel wohler"

"Es war etwas einfacher, mich an die sichere, gute Basis zu halten. Und ich weiß auch, dass sie hinter mir stehen und wir gemeinsam daran arbeiten, egal ob es bergauf oder bergab geht, sodass ich mich viel wohler fühle", sagte Opseth, die in dieser Saison in den Weltcup zurückkehrte und es auch zu den Olympischen Winterspielen schaffte. Insgesamt fühle sie sich "viel wohler" als früher.

Sie habe inzwischen den "schlimmsten Stress abgeschüttelt", erläuterte Opseth weiter, "und ich spüre, dass mein Kopf jetzt langsam, aber sicher wieder in die Spur kommt".

In ihrem Alltag habe sie nun mehr Stabilität und zudem "Freude am Leben", so die Skispringerin. "Ich habe Energie für das Training und fühle mich gut."

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