Definiere Einzelkämpfer im Sport und du landest bei Vladimir Zografski. Der Bulgare hält seit Jahren tapfer die Fahne seiner Nation hoch, in dieser Saison springt er so gut wie nie. Das liegt auch am Deutschen Ski-Verband, von dem Zografski in den höchsten Tönen schwärmt.
Vier Top-10-Platzierungen in einer Saison, in Ruka (Finnland, Ende November) als Vierter am Stockerl geschnuppert, im Gesamtweltcup auf einem beachtlichen 13. Platz, bei Olympia in Predazzo auf der Großschanze unter den besten Zehn: Wladimir Zografski erlebt den besten Winter seiner Skisprung-Karriere.
Schon seit 2008 hält er tapfer die bulgarische Flagge im Weltcup hoch: Obwohl Zografski einige Achtungserfolge gelangen, war der 32-Jährige lange Jahre auf sich allein gestellt, erlitt immer wieder bittere Rückschläge.
Das hat sich geändert. Seit zwei Jahren trainiert Zografski mit dem deutschen Skisprung-Team vom scheidenden Bundestrainer Stefan Horngacher. Dass er zurzeit so stark springt, schreibt der 57-Kilo-Floh auch dieser Zusammenarbeit zu.
"Es ist einfach unglaublich. Für mich ist es das zweite Jahr der Zusammenarbeit mit dem deutschen Team. Man sieht, dass meine Sprünge immer besser werden – und die Ergebnisse ebenfalls", sagte er im Interview mit "skispringen-news.de".
Skispringen: Zografski jubelt mit deutschen Springern
Mit den DSV-Adlern zu trainieren sei eine "großartige Gelegenheit für mich", führte Zografski fort und schwärmte: "Ich möchte mich beim Deutschen Skiverband bedanken, dass ich Teil des Teams sein darf. Alle sind supernett, der Trainer ist klasse, die Athleten auch – es ist wirklich toll."
Die enge Bindung zeigt sich auch an der Schanze. Zografski positioniert sich im Auslauf mit den deutschen Springern, freut sich über gute Resultate der DSV-Athleten mit.
Seine stärkste Phase als Skispringer hatte Zografski zuvor auf Matten erlebt. Im Jahr 2023 gewann er mit drei Einzelsiegen den Sommer-Grand-Prix.
