Als Absteiger aus der 3. Liga war die Zweitvertretung von Borussia Dortmund mit der Mission Wiederaufstieg in die Regionalliga-Saison 2025/26 gestartet. Nach nur 24 Spieltagen ist der BVB - trotz zweier offener Nachholspiele - davon aber so weit entfernt, dass selbst Cheftrainer Daniel Rios das große Ziel nach der ernüchternden 1:2-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen abhakt.
"Spitzenreiter Fortuna Köln steht über den Dingen. Das muss man dann eben auch akzeptieren", gestand der Übungsleiter am Sonntag auf der Pressekonferenz nach dem schwachen Auftritt seiner jungen Mannschaft gegen den Mitfavoriten um die Meisterschaft. Bei einem Spiel weniger beträgt der Abstand auf den Spitzenreiter aus der Domstadt bereits 13 Zähler.
Während RWO durch den verdienten Erfolg in der Roten Erde am Sonntag zur Fortuna aufschließen kann, droht der BVB die Saison im Regionalliga-Mittelfeld zu beenden - dabei standen gegen Oberhausen mit Elias Benkara, Samuele Inácio, Mathis Albert, Luca Reggiani, Almugera Kabar und Mussa Kaba gleich sechs Spieler in der Startelf, denen der Sprung zu den Profis in nicht allzu ferner Zukunft zugetraut wird.
BVB-Juwel Kaba bestätigt "Augenweide"-Eindrücke
Für Inácio, der am Samstagabend noch gegen den FC Bayern in der Bundesliga zum Einsatz gekommen war, endete der Arbeitstag nach einer unauffälligen Vorstellung bereits nach 45 Minuten. Auch der erst 16-jährige Albert versprühte bis zu seiner Herausnahme in der 74. Minute ebenfalls nur wenig Gefahr. Auch die Leistungen von Benkara und Kabar ließen zu Wünschen übrig.
Anders präsentierten sich Reggiani, der für die BVB-Profis bereits in der Champions League auf dem Platz stand, sowie Kaba, der erstmals nach einer überstandenen Bänderverletzung im Sprunggelenk wieder in der Startelf stand. In der Schaltzentrale der Dortmunder U23 versuchte das gerade einmal 17-jährige DFB-Juwel das Spiel an sich zu reißen.
"Es ist eine Augenweide, diesem Jungen zuzugucken", hatte Ingo Preuß, Sportlicher Leiter der U23, bereits in der Vorwoche über den gebürtigen Bielefelder gesagt: "Mussa läuft wie ein Schleicher, er ist überall. Mir gefällt seine Ballbehandlung und vor allen Dingen seine Spielübersicht. Ich hoffe, dass es in den nächsten Wochen und Monaten so weitergeht. Dann haben wir schon ein Juwel bei uns im Verein."
BVB: Teenager statt alte Hasen
Seine Qualitäten stellte der zentrale Mittelfeldspieler auch gegen RWO unter Beweis, wurde von seinen Mitspielern über weite Strecken des schwachen BVB-Auftritts aber im Stich gelassen. Auf Nachfrage, ob dies auf die extrem junge Startelf (Durchschnittsalter von 19,27 Jahren) zurückzuführen war, hatte Rios eine klare Antwort parat.
"Ich möchte die Niederlage nicht nur darauf beziehen, dass wir eine junge Mannschaft aufgestellt haben. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass wir die Jungs für dieses Spiel haben möchten", erklärte der Cheftrainer, der Ende August das Cheftraineramt von Mike Tullberg übernommen hatte. Ein deutlicher Kurswechsel im Vergleich zur Hinrunde.
Dort hatten mit Joseph Boyamba, Michael Eberwein, Ayman Azhil und Patrick Göbel noch regelmäßig einige Ü23-Akteure in der Startelf gestanden, die nach dem Jahreswechsel zuletzt meist auf der Bank schmoren mussten. Stattdessen kamen vielsprechende Eigengewächse wie Benkara, Inácio, Kaba oder auch Nick Cherny die Chance, sich im Herren-Bereich zu beweisen.



























