Nach einem Wadenbeinbruch und Sprunggelenksluxation, die er sich bei der zurückliegenden Klub-WM im Sommer zugezogen hatte, steht Jamal Musiala dem FC Bayern seit rund sechs Wochen wieder zur Verfügung. An die Topform vergangener Tage ist der Nationalspieler aber noch nicht wieder herangekommen. Dietmar Hamann betrachtet die Situation mit einiger Sorge.
"Ich glaube, dass Jamal Musiala sehr viel fehlt", stellte der TV-Experte am Sonntag bei "Sky90 – die Fußballdebatte" klar: "Es ist im Moment ein Versuch, ihn zu integrieren. Er war natürlich mehrere Monate weg, was man nicht vergessen darf. Er ist der Michael Jordan von Bayern München. So wird er bezahlt. Ich frage mich, wann er der Mannschaft wieder helfen wird oder helfen will."
Es sei normal, dass Spieler nach einer schweren Verletzung etwas Zeit brauchen, aber: "Nur es wurde ihm ein Vertrag gegeben letztes Jahr, der ihn gleichsetzt oder besser setzt als Harry Kane, der wöchentlich Doppelpacks schnürt. Wenn du diesen Stellenwert hast, wenn du der bestbezahlteste Spieler bist, dann bist du irgendwo auch der wichtigste, dann hast du zwei, drei Spiele Zeit, um wieder in den Rhythmus zu kommen."
Hamann sieht Musiala auch zeitnah nicht in der Startelf
Seit seiner Rückkehr auf den Rasen, steht der 23-Jährige bei zwei Assists in sieben Einsätzen. In der Startelf stand der Offensivspieler in diesem Jahr bislang nur beim 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt. Hamann erwartet nicht, dass Musiala schnell wieder in der ersten Elf stehen wird: "Ich glaube, er war keine Option für die Startformation in Dortmund, wird das wahrscheinlich auch in den nächsten Wochen nicht sein. Ich weiß nicht, was da los ist."
Gehe es nach dem Leistungsprinzip, dann sei sogar die Einwechslung im Klassiker nach 72 Minuten fragwürdig gewesen. "Ich verstehe, dass der Verein ein Interesse hat, dass Musiala spielt, aber wenn wir jetzt nach Leistung gehen, kann man auch sagen: Na ja, eigentlich in dem unheimlich wichtigen Spiel gegen Dortmund muss Lennart Karl kommen vor Musiala, weil er einfach von der Leistung her auf einem anderen Level ist". so Hamann.
Für Vincent Kompany sei das nun "keine einfache Aufgabe", so der ehemalige Bayern-Profi: "Du musst das jetzt alles moderieren."




























