Am Samstag enterte die schwedische Biathletin Annie Lind erstmals im Rahmen des IBU-Cups das Podest, als sie sich im Sprint von Lake Placid Rang zwei sicherte. Am Sonntag sollte im Verfolger der nächste Coup folgen, Lind erlebte allerdings ein irres Debakel.
Beim Sieg der Norwegerin Gro Randby, die schon den Sprint für sich entscheiden konnte, fiel Lind um 25 Plätze auf Rang 27 zurück. Ausschlaggebend waren satte elf Schießfehler. Beim ersten Anschlag traf die 23-Jährige immerhin noch vier Scheiben, beim zweiten Schießen folgten allerdings gleich vier Strafrunden, beim dritten und vierten je weitere drei.
Noch übler verlief das Rennen übrigens für eine weitere Schwedin: Johanna Nordqvist, die im Sprint Rang acht erreichen konnte. Diese Platzierung büßte die 25-Jährige allerdings glasklar ein, indem sie nur sieben von 20 Zielen traf.
In Schweden wird man dennoch zufrieden auf das Ergebnis des Jagdrennens schauen. Mit Sara Andersson und Johanna Skottheim landeten hinter Randby gleich zwei Schwedinnen auf dem Podest.
Deutsches Biathlon-Talent verpasst Podest knapp
Selbiges verpasste Julia Kink aus deutscher Sicht übrigens nicht einmal um acht Sekunden. Die 22-Jährige leistete sich zwar fünf Strafrunden, arbeitete sich aber dennoch von Rang sieben auf Platz vier nach vorne.
Lena Hanses (4 Fehler/+2:26,9 Minuten) wurde Siebte, Hanna Kebinger (4 Fehler/+3:36,1 Minuten) beendete den Verfolger als Zwölfte. Mareike Braun (4 Fehler/+1:08,4 Minuten) wurde 18., Marina Sauter (3 Fehler/+4:30,8 Minuten) 23.
Dank ihres vierten Platzes verbesserte sich Kink zudem in der Disziplinwertung der Verfolger um drei Plätze auf Rang neun. Selbige Platzierung hat das DSV-Talent auch in der IBU-Cup-Gesamtwertung inne. Der Abstand zu den bislang dominanten Französinnen ist allerdings gewaltig. Kink hat 502 Punkte gesammelt, die führende Paula Botet 1022, Sophie Chauveau auf Rang zwei 875 und Vlodiya Galmace-Paulin 861.
