Auch im vierten Rennen der Biathlon-Weltmeisterschaft der Junioren und Juniorinnen hofften die deutschen Talente vergeblich auf das erste Podest. Vor heimischem Publikum war im Einzel der U21-Skijägerinnen die 17-jährige Sydney Wüstling beste DSV-Starterin.
Beim Sieg der Französin Themice Fontaine (0 Fehler/44:42,9 Minuten) landete Sydney Wüstling als Zehnte noch knapp in den Top 10. Die Deutsche trennten nach drei Schießfehlern 2:46,1 Minuten von der neuen Weltmeisterin.
Der Rückstand auf das Podest war allerdings schon gewaltig: Die Ukrainerin Oleksandra Merkushyna (1 Fehler/+19,5 Sekunden) belegte nach 12,5 Kilometern mit vier Schießeinlagen Rang zwei, Bronze sicherte sich Inka Hämäläinen (2 Fehler/+49,6 Sekunden) aus Finnland.
Als letzte der insgesamt 88 Skijägerinnen auf die Strecke gegangen, überzeugte Johanna Lehnung immerhin noch mit Platz 16. Die 21-Jährige verfehlte nur ein einziges Ziel, verlor in der Loipe allerdings deutlich auf die Besten und sammelte so 4:04,8 Minuten Rückstand auf Fontaine.
Deutsche Biathlon-Talente in allen Belangen zu langsam fürs Podest
Die restlichen deutschen Starterinnen landeten außerhalb der besten 25. Leni Dietersberger (5 Fehler/+6:08 Minuten) musste sich mit Rang 28 zufrieden geben, Melina Gaupp (5 Fehler/+6:27,6 Minuten) belegte nur Platz 31.
Erneut fällt auf, dass die DSV-Talente im Gros zu viel auf die besten Läuferinnen verloren haben. Wüstling sorgte als einzige für eine Top-10-Laufzeit, auf die Schnellste, die Lettin Estere Volfa, fehlen dennoch bereits 2:12,8 Minuten. Dietersberger und Gaupp waren mehr als vier Minuten langsamer, Lehnung sogar mehr als fünf Minuten.
Besser sieht leider auch der Blick auf die Schießzeiten nicht aus: Lehnung setzte ihre 20 Schüsse in 2:09,2 Minuten ab, war damit die schnellste Deutsche, landet im Gesamtvergleich mit dieser Zeit aber nur auf Rang 25.
Am Montag geht es mit den Mixed-Staffeln weiter.
