Borussia Dortmunds "Fußballgott" Jürgen Kohler hat erneut Kritik an Abwehrchef Nico Schlotterbeck geübt. Diesmal geht es um das Verhalten des 26-Jährigen bei der 2:3-Niederlage des BVB gegen den FC Bayern im Bundesliga-Klassiker.
Stein des Anstoßes für Kohler: das Foul Schlotterbecks an Josip Stanisic, das zum Elfmeter und zum zweiten Treffer des deutschen Rekordmeisters durch Harry Kane (70.) führte.
"Nico hat eigentlich die bessere Position", analysierte der frühere Weltklasse-Innenverteidiger im "Doppelpass" von "Sport1". "Dann muss ich mich eben nach innen stellen, damit Stanisic die Innenbahn nicht mehr nehmen kann. Ich muss mich nur noch reindrehen. Nico geht eigentlich verkehrt zum Ball. Das sollte einem richtig guten Abwehrspieler nicht so oft passieren. Aber da ist es halt passiert."
Schlotterbecks Leistungen mit Blick auf individuelle Aussetzer seien "schon wesentlich besser geworden", betonte Kohler zwar. "Aber er hat immer noch ein Muster."
Damit ist der BVB-Profi laut Kohler allerdings nicht allein. Auch Dayot Upamecano und Jonathan Tah vom FC Bayern hätten "Muster drin, die noch nicht ideal gelöst sind".
BVB: Schlotterbeck und Co. "fehlt noch etwas"
Die beiden Münchner sowie Schlotterbeck seien "gute Abwehrspieler, aber um Top-Abwehrspieler zu werden, fehlt noch etwas", konstatierte Kohler.
"Klar, dass er seine Optionen auslotet, aber mir gefällt es nicht, dass er sich relativ viel Zeit lässt. In Dortmund hat er ein fantastisches Publikum, internationale Spiele und sehr gute Chancen, sich zu einem Gesicht des Vereins zu entwickeln", schrieb Kohler in einer "kicker"-Kolumne.
Schlotterbecks Vertrag beim BVB läuft 2027 aus. Sollte er sich nicht langfristig zu den Schwarz-Gelben bekennen, steht ein Verkauf im kommenden Sommer im Raum.




























