Für den FC Bayern nimmt die Titelverteidigung in der Bundesliga nach dem 3:2-Sieg beim BVB immer klarere Konturen an, auch in der Champions League und im DFB-Pokal kämpfen die Münchner noch um die Trophäen. Ex-Nationalspieler Markus Babbel ist dennoch überzeugt: Am Ende der Saison wird der FC Bayern nicht das so ersehnte Triple gewinnen.
Der Meistertitel der Saison 2025/26 ist dem FC Bayern nach dem Auswärtssieg bei Verfolger Borussia Dortmund nicht mehr zu nehmen, meint auch Markus Babbel im exklusiven Gespräch mit RTL/ntv und sport.de.
"Ich glaube, man kann ihnen gratulieren, ohne überheblich sein zu müssen", gab sich der Europameister von 1996 überzeugt. "Dortmund hat ihnen alles abverlangt und trotzdem sind es jetzt elf Punkte Vorsprung. Eigentlich kann man ihnen gratulieren, aber sie werden es nicht tun oder nicht annehmen, weil sie erst feiern, wenn es wirklich so weit ist."
Dennoch ist der gebürtige Münchner, mit dem FC Bayern dreifacher deutscher Meister und zweimaliger Pokalsieger, überzeugt: Die in der Liga so dominierende Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany wird am Ende der Saison nicht alle drei großen Titel gewinnen.
"Nein, kein Triple", so der 53-Jährige sicher: "Ich habe schon vor Wochen gesagt: Der VfB Stuttgart verteidigt seinen DFB‑Pokalsieg. Deshalb kann es Bayern nicht werden. Aber sie wären sicher glücklich mit Meisterschaft und Champions League. Das wäre genug zum Feiern."
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Im DFB-Pokal hat sich der FC Bayern zuletzt im Viertelfinale gegen RB Leipzig (2:0) durchgesetzt, nun trifft man auf Bayer Leverkusen. Der VfB Stuttgart bekommt es mit dem SC Freiburg zu tun, das Finale steigt am 23. Mai in Berlin.
In der Champions League geht es für die Münchner im Achtelfinale gegen BVB-Bezwinger Atalanta Bergamo weiter, das Hinspiel findet am 10. März in Italien statt.
Anschließend träfe man auf den Sieger aus dem Duell zwischen Real Madrid und Manchester City.
Babbel: Das ist die "Achillesferse" des FC Bayern
Um den begehrten Henkelpott in den Händen halten zu können, müsse der FC Bayern aber seine Schwäche bei gegnerischen Standards in den Griff bekommen, betonte Babbel im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de. Auch gegen den BVB kassierte die Kompany-Elf nach ruhendem Ball ein Gegentor.
"Das kann ein Riesenproblem werden, weil viele enge Spiele über Standards entschieden werden. Das Paradoxe bei Bayern: Sie sind brutal gefährlich im Angriffskopfball, schießen viele Tore nach Standards, bekommen aber auch viele Gegentore daraus", hob er hervor.
Er beobachte diese Schwäche "mit Sorge", so Babbel, denn: "Sie wollen nicht nur Deutscher Meister werden – da sind sie auf einem sehr guten Weg. Sie haben das Ziel, in der Champions League bis zum Schluss mitzuspielen. Da darfst du dir solche Gegentore nicht leisten. Es passiert aber immer wieder. Und das ist momentan ihre Achillesferse."





























