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"Dieser Arsch!"

Deutscher Ski-Star verkündet folgenschwere "Entscheidung"

Beendet seine Ski-Karriere: Romed Baumann
Beendet seine Ski-Karriere: Romed Baumann
Foto: © IMAGO/Ulrich Wagner
01. März 2026, 15:19
sport.de
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Der deutsche Ski-Rekordhalter Romed Baumann hat wie erwartet sein Karriereende verkündet.

Der 40-Jährige kündigte zunächst an, am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen sein 388. und letztes Weltcup-Rennen zu bestreiten. Wegen Nebels wurde der Super-G aber abgesagt.

"Die Entscheidung ist gereift und irgendwie hat es sich richtig angefühlt, dass ich es hier in Garmisch mache", sagte Baumann. Er habe eine lange Karriere und viel Spaß gehabt. "Irgendwann kommt der Tag, und heute war es soweit."

"Dieser Arsch!", flachste Teamkollege Simon Jocher mit Blick auf Baumanns Rücktritt. "Jetzt bin ich der Teamälteste."

Bereits am Samstag nach der Abfahrt hatte sich das Ende seiner Laufbahn angedeutet. "Es geht nicht um die fehlende Motivation", sagte Baumann. Aber: Er könne sich nicht mehr am Limit bewegen. "Es ist eher die Bereitschaft, dass du in den Tunnel reinkommst, den Fokus hältst - ich weiß nicht, ob ich da nochmal reinkomme."

Baumann ist im Weltcup bei 167 Abfahrten gestartet - und damit Rekordhalter. Auf der Kandahar fuhr er am Samstag beinahe an einem Tor vorbei und ließ es dann ins Ziel austrudeln.

"Ich habe nichts riskiert, ich habe mir nicht zugetraut, dass ich da nochmal draufsteige", sagte der gebürtige Österreicher und betonte: "Das war nicht das Rennen, was ich mir vorgenommen habe. Körperlich bin ich nicht ganz auf der Höhe und musste dann unten auch brutal kämpfen."

Er habe es "heute nochmal probiert, aber es ist nicht gegangen", sagte Baumann. Er stehe freilich "gesund herunten, das ist mehr wert als zwei, drei Weltcup-Punkte."

Im November hatte Baumann gegenüber dem "Münchner Merkur" noch betont, er habe "noch Feuer" und sei weiterhin "richtig scharf" aufs Skifahren. Körperlich sei er "beschwerdefrei". Nun aber folgte die Entscheidung, die Karriere zu beenden.

Ski Alpin: Baumann auch als Mentor gefragt

Der Routinier schaffte es in dieser Saison nicht mehr unter die Top 15, deshalb durfte er auch nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Italien.

Baumann hatte 2021 mit WM-Silber im Super-G seinen größten Erfolg gefeiert. Eine weitere Podestplatzierung im Weltcup vor knapp drei Jahren kam noch dazu.

Im DSV-Team war er auch als Mentor für jüngere Sportler wie Jocher oder den - aktuell verletzten - Luis Vogt geschätzt.

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