Skispringer Ren Nikaido kann wegen der Vergeltungsschläge des Irans nach dem Angriff Israels und der USA nicht im Weltcup starten.
Wie der 24-Jährige via Instagram mitteilte, strandete er am Flughafen in Dubai, nachdem dieser Ziel eines iranischen Raketenangriffs wurde.
Nikaido war auf dem Weg zum Skifliegen am legendären Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf. Zunächst hatten ihn eine Flugzeugpanne sowie das Nachtflugverbot am Flughafen Narita nahe Tokio an der Anreise gehindert.
Dann wich Nikaido auf einen Flug über Dubai aus, hatte erneut Pech - und konnte letztlich nicht beim ersten Weltcup nach den olympischen Wettbewerben von Predazzo starten.
Offensichtlich befindet er sich aber immerhin in Sicherheit. Via Instagram teilte er Bilder aus einem Hotelzimmer in Dubai. "Endlich habe ich meine Ruhe, gute Nacht", schrieb Nikaido dazu.
Unklar ist, wann er die Vereinigten Arabischen Emirate wieder verlassen kann. Denn: Nach den iranischen Angriffen setzten die Flughafenbetreiber alle Flüge am Dubai International und am Al Maktoum International bis auf Weiteres aus.
Skispringen: Nicht nur Nikaido steckt in Dubai fest
Sie forderten zudem die Passagiere auf, nicht zu den Flughäfen zu kommen. "Passagiere und Fluggesellschaften können davon ausgehen, dass der Luftraum für eine ganze Weile gesperrt bleiben wird", sagte Eric Schouten, Leiter der Luftfahrtsicherheitsberatung Dyami.
Dubai zählt rund 100 Millionen Abfertigungen jährlich und ist damit das weltgrößte internationale Drehkreuz im Flugverkehr.
"Die Ausmaße dieser Drehkreuze sind heute einfach enorm. Hunderttausende von Menschen werden an den falschen Orten der Welt festsitzen, ohne Gewissheit, wann sie weiterreisen können", sagte der britische Luftfahrtanalyst John Strickland.
Davon betroffen ist nun auch Nikaido, der bei Olympia gleich drei Medaillen im Skispringen abgeräumt hatte: Bronze von der Normalschanze sowie im Mixed-Team und Silber von der Großschanze.
