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"War am Boden zerstört"

Biathlon-Star bricht Schweigen: "Bin endlich bereit"

Durfte bei den Olympischen Winterspielen letztlich nur am Training teilnehmen: Rebecca Passler
Durfte bei den Olympischen Winterspielen letztlich nur am Training teilnehmen: Rebecca Passler
Foto: © IMAGO/MATHIAS BERGELD
01. März 2026, 08:20
sport.de
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Italiens Biathlon-Ass Rebecca Passler hat sich erstmals ausführlich nach ihrer zwischenzeitlichen Doping-Sperre zu Wort gemeldet. Dass ihr Traum vom Start bei den Olympischen Winterspielen in ihrer Heimat zerplatzte, habe tiefe Spuren hinterlassen.

"Nach einigen harten Wochen bin ich endlich bereit, meine Gefühle mit euch zu teilen", begann Passler einen Instagram-Beitrag. Auf dem Bild hält sie Tina in die Kamera, eines der Maskottchen der Olympischen Winterspiele in ihrer Heimat - wo sie nach langem Hin und Her rund um ihrem Doping-Fall letztlich nicht an den Start ging.

Die 24-Jährige war Anfang Februar vorläufig gesperrt worden, nachdem sie bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Biathlon-Wettkampfs positiv auf Letrozol getestet worden war - ein Antiöstrogen, das in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird.

In der Folge hatte Passler argumentiert, dass es sich bei dem Befund "um einen Fall von Kontamination handelt, für den die Athletin keine Schuld trifft".

Nachdem sich der Internationale Sportgerichtshof CAS für "nicht zuständig" erklärt hatte, gab das Nationale Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Behörde NADO der Berufung gegen die vorläufige Suspendierung statt.

Passler, unweit von Antholz geboren, reiste daraufhin doch noch zu den Olympischen Winterspielen. Ins Staffel-Aufgebot war sie anschließend aber nicht berufen worden, für den Massenstart hatte sie sich nicht qualifiziert.

Biathlon: Passler klagt über fehlenden Respekt

Passler gab nun einen intimen Einblick in ihre Gefühlswelt: "Es war das schlimmste was einem Sportler passieren kann. Ich war am Boden zerstört. Alles, wofür ich gearbeitet hatte, jeden einzelnen Tag, Monat und jedes Jahr, um einen Traum zu verfolgen, fühlte sich an, als wäre es in einem einzigen Moment zerstört worden. Obendrein wurde ich nicht mit dem Respekt behandelt, den jeder Mensch verdient. Abgesehen davon, dass ich ein Sportler bin, bin ich immer noch ein Mensch. Ich habe Gefühle."

Es habe Momente gegeben, "die sich unfair und unmöglich zu verstehen anfühlten", führte die Skijägerin aus: "Aber ich muss sagen, dass ich unglaubliche Unterstützung von so vielen Menschen erhalten habe, die mir in dieser Zeit zur Seite standen. Ich möchte mich bei jedem einzelnen von euch von ganzem Herzen bedanken."

Nun sei es an der Zeit, "nach vorne zu schauen" um "neue Ziele" in Angriff zu nehmen.

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