Ab Samstag sucht die Elite der Skispringer im österreichischen Skiflugmekka Bad Mittendorf wieder den Besten ihrer Zunft, wenn der Kulm gleich doppelt zum Skifliegen bittet. Schon bevor es zur Sache geht, steht fest, dass ein Trio nicht starten darf - darunter ein Olympiasieger von Mailand und Cortina d'Ampezzo: Anze Lanisek.
Mit einer persönlichen Bestweite von 247,5 Metern zählt der Slowene Anze Lanisek zu den Top-Skifliegern des Skisprungzirkus. Ein Umstand, den der 29-Jährige auch schon mit Teamgold bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2022 in Vikersund untermauerte. Am Kulm kommt 2026 allerdings kein neues Highlight mehr hinzu.
Dem Mixed-Team-Olympiasieger von 2026 wurde der Start in der Qualifikation am Freitag untersagt, da sein Anzug nicht den Regeln entsprach. Selbiges gilt für den Norweger Isak Andreas Langmo, der ebenfalls erst gar nicht vom Bakken gelassen wurde.
"Zwei Athleten haben die Schrittkontrolle oben auf der Anlage vor dem Sprung nicht bestanden. Es handelte sich um Isak Andreas Langmo und Anze Lanisek", bestätigte Fis-Direktor Sandro Pertille den Fall gegenüber "skijumping.pl".
DSV-Adler kommen nicht ins Fliegen
Außerdem wird mit Benjamin Östvold ein weiterer Norweger am Samstag nicht springen, da Unregelmäßigkeiten nach dem Sprung festgestellt wurden, so Pertille.
Nutznießer ist ÖSV-Legende Stefan Kraft. Der dreimalige Gesamtweltcupsieger rutschte auch aufgrund der Disqualifikationen als 40. so gerade noch in den Wettkampf.
"Ich war so flach über dem Vorbau, da hätte ich es echt fast vergeigt", übte Kraft Selbstkritik. Er habe unlängst die Ski gewechselt und sei noch verunsichert.
Aus deutscher Sicht startet am Samstag mit Luca Roth, Karl Geiger, Andreas Wellinger, Pius Paschek, Felix Hoffmann und Philipp Raimund ein Quintett. Einen wirklich hoffnungsvollen Eindruck hinterließ in der Qualifikation allerdings kein DSV-Adler.
