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"Das hat voll Bock gemacht"

Raimund sorgt für Karriere-Bestmarke

War besser denn je im Skifliegen: Philipp Raimund
War besser denn je im Skifliegen: Philipp Raimund
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Gabriel Lopez
28. Februar 2026, 15:42

Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat bei seinem ersten Weltcup-Einsatz nach dem Gold-Coup von Predazzo das beste Skiflug-Ergebnis seiner Karriere erreicht.

Philipp Raimund blickte in der kräftigen steirischen Nachmittagssonne hinauf zum mächtigen Kulm und wirkte schwer angetan.

"Das hat voll Bock gemacht", sagte der Skisprung-Olympiasieger, nachdem er mit Platz sechs sein bestes Karriere-Ergebnis in einem Skifliegen eingefahren hatte.

Seine Höhenangst hat Raimund längst im Griff, nun findet er immer mehr Gefallen an den größten Schanzen dieser Welt.

Drei Wochen nach seinem Kleinschanzen-Triumph bei den Winterspielen mischte der 25-Jährige beim zwölften Saisonsieg des slowenischen Weltmeisters Domen Prevc weit vorne bei den Spezialisten für die ganz langen Luftfahrten mit.

"Ich haben beim Fliegen einige Schritte nach vorne gemacht", sagte Raimund in der "ARD", "auch wenn ich meinen Weitenrekord nicht geknackt habe."

Jener steht bei 220,0 m, am Kulm segelte der Oberstdorfer, der nie zuvor die Top 10 auf einer Flugschanze erreicht hatte, auf 203,5 und 209,5 m und war damit bester DSV-Adler.

Skispringen: Olympiasieger noch abgefangen

Andreas Wellinger, vor zwei Jahren auf Österreichs größter Schanze in Bad Mitterndorf Vizeweltmeister, landete auf Platz neun. Der frühere Skiflug-Weltmeister Karl Geiger belegte den 20. Rang.

Prevc, dem der Gewinn des Gesamtweltcups kaum noch zu nehmen ist, setzte sich mit Flügen auf 213,5 und 228,5 m (433,0 Punkte) hauchdünn vor Stephan Embacher durch.

Österreichs Super-Team-Olympiasieger hatte nach dem ersten Durchgang noch geführt, verpasste seinen ersten Weltcupsieg aber um nicht einmal einen Meter.

Als Dritter stand Embachers Landsmann Jonas Schuster, Sohn des früheren deutschen Bundestrainers Werner Schuster, erstmals im Weltcup auf dem Podest.

Drei von sechs DSV-Adlern ausgeschieden

Die zweite Hälfte der DSV-Adler gehörte zu den zehn Springern, die den zweiten Durchgang verpassten: Der Tourneesechste Felix Hoffmann, dem Richtung Saisonende die Energie ausgeht, verabschiedete sich als 32. ebenso vorzeitig wie Luca Roth (34.) und Pius Paschke (37.). "Körperlich fühle ich mich gut, aber es will nicht fliegen", sagte Hoffmann ratlos.

Am Sonntag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) findet am Kulm ein weiteres Einzelfliegen statt. Dann hat Raimund die nächste Chance, seinen Hausrekord anzugreifen. Es wird nicht die letzte im März sein: Auch auf den beiden größten Schanzen der Welt in Vikersund und Planica ist der Weltcup noch zu Gast.

Kulm 2025/2026

1SlowenienDomen Prevc433.00
2ÖsterreichStephan Embacher431.90
3ÖsterreichJonas Schuster401.10
4ÖsterreichDaniel Tschofenig392.70
5ÖsterreichMaximilian Ortner386.50

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