Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag (19:30 Uhr) beim Hamburger SV schrillen bei RB Leipzig die Alarmglocken. Auch Trainer Ole Werner ist offenbar nicht mehr unumstritten.
Nach starkem Saisonstart und Platz zwei hinter Bayern nach 13 Spieltagen ist die Euphorie am Cottaweg schon lange verflogen. Im neuen Jahr gelangen nur drei Siege aus neun Pflichtspielen, die Qualifikation für die Champions League wackelt bedenklich. Zuletzt fiel RB Leipzig auf Platz fünf zurück, nachdem aus den letzten fünf Bundesliga-Partien lediglich sechs Punkte geholten wurden.
Laut eines aktuellen "Bild"-Berichts wird auch die Kritik an Cheftrainer Ole Werner lauter. Nach Angaben der Zeitung werde die Arbeit des 37-Jährigen "intern immer mehr diskutiert". Spätestens, wenn die Leipziger am Sonntag beim HSV nicht punkten sollen, wäre die Trainerdebatte wohl auch öffentlich entfacht.
Werner war im Sommer nach langer Suche und auch auf Hinweis von Jürgen Klopp verpflichtet worden. In der Hinrunde galt er noch als großer Hoffnungsträger, Leipzig war zeitweise Bayern-Jäger Nummer eins. Seitdem zeigt die Form- und Ergebniskurve aber eindeutig nach unten.
Schlechte Resultate von RB Leipzig in diesem Jahr
Kritikpunkte gibt es dabei mehrere, allen voran spielen die Roten Bullen zu unbeständig. Gegen die großen Namen hält Leipzig oftmals gut mit und setzt auch eigene spielerische Glanzpunkte. Doch besonders gegen die vermeintlichen Kleinen der Liga bot RB zuletzt häufig nur noch Magerkost an, spielte gegen St. Pauli (1:1) und Wolfsburg (2:2) nur remis und kassierte gegen Mainz 05 sogar eine Heimpleite (1:2).
Am Ende könnte es für Ole Werner um das reine Resultat gehen: Verpasst er mit Leipzig die Champions League, gehen ihm die Argumente aus. Ein Sieg in Hamburg und anschließend gegen Augsburg sind daher Pflicht, um die Zweifler an seiner Arbeit fürs Erste zu besänftigen.
Werner selbst weiß um die Brisanz vor dem HSV-Gastspiel: "Es startet das letzte Saisondrittel, da werden Weichen gestellt."



























