Die Nordischen Kombinierer starten am Wochenende erstmals auf einer Skiflugschanze. Der Gesamtweltcupführende Johannes Lamparter sorgte bereits im Training für ein echtes Highlight und will mehr.
Auf 232 Meter segelte Lamparter am Kulm. Zur Einordnung: Der K-Punkt der Skiflugschanze in Bad Mitterndorf liegt bei 200 Meter, der Hillsize bei 235.
"Es war unglaublich, Adrenalin pur!", wird Lamparter von der "Kleine Zeitung" bezüglich seines dicken Ausrufezeichens zitiert. "Respekt war da, Angst aber nicht. Grundsätzlich muss man ja das Gleiche machen wie beim Skispringen, man hat nur mehr Anlaufgeschwindigkeit und mehr Druck am Ski", sagte der 24-jährige Österreicher.
Die Nordische Kombination geht an diesem Wochenende neue Wege und startet erstmals auf einer Skiflugschanze.
Lamparter blickt bereits voraus und will mehr: "Wir haben gezeigt, dass wir das nötige Niveau haben. Super wäre, wenn wir uns beim alljährlichen Skisprungfinale in Planica anhängen könnten. Das wäre für uns ein Wettkampf mehr. Und ein gemeinsames Finale zu haben, wäre sicher etwas Geiles."
Lamparter führt NoKo-Gesamtweltcup an
Lamparter führt den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination aktuell mit 1122 Punkten vor dem Norweger Jens Lurås Oftebro (979) sowie Julian Schmid (853) aus Deutschland an.
Bei Olympia in Italien gewann Lamparter auf der Normal- und Großschanze jeweils Silber. Im Team kam noch Bronze dazu. "Körperlich bin ich okay beieinander, energetisch bin ich aber echt am Arsch. Es waren zuletzt schon sehr viele Termine. Aber wenn viel los ist, ist es ein gutes Zeichen, weil dann ist man erfolgreich", kommentierte der österreichische NoKo-Star seine Verfassung nach den Winterspielen.
Nach dem Skifliegen am Kulm macht die Nordische Kombination im Weltcup noch im finnischen Lahti sowie in der norwegischen Hauptstadt Oslo Station.
