Für Borussia Dortmund ist durch das 1:4 bei Atalanta Bergamo und dem damit verbundenen Champions-League-Aus eine Welt zusammengebrochen - sportlich wie finanziell. BVB-Sportchef Sebastian Kehl macht nach dem Debakel keinen Hehl, wie schwer die Pleite die Schwarzgelben trifft.
Trotz der guten Ausgangslage aus dem Hinspiel hat der BVB seine Playoff-Mission in der Champions League in den Sand gesetzt. Mit der 1:4-Klatsche bei Serie-A-Klub Atalanta war in dieser Wucht nicht zu rechnen - und Sebastian Kehl räumte nach dem Debakel auch ein, dass bei den Dortmundern keiner damit gerechnet hat.
Mit dem Szenario eines Ausscheidens habe er sich "ehrlich gesagt" nicht beschäftigt, sagte der Sportdirektor des BVB: "Dieses Weiterkommen war eingeplant, die Einnahmen hatten wir eingeplant." Ihm sei klar gewesen, "dass es hier sehr, sehr schwer wird. Aber ich bin davon ausgegangen, dass wir eine Runde weiterkommen", bekannte Kehl. Er sei "extrem enttäuscht".
Der Königsklassen-K.o. in den Playoffs ist für den BVB nicht nur ein sportlicher Nackenschlag, schließlich sieht man sich in Dortmund unter den besten 16 Mannschaften Europas. Auch finanziell haut der bittere Abend von Bergamo ins Kontor.
Elf Millionen Euro, die das Weiterkommen ins Achtelfinale in die BVB-Kasse gespült hätte, sind futsch, dazu natürlich die Einnahmen weiterer Champions-League-Abende im Westfalenstadion.
BVB-Boss mit zaghafter Ansage an den FC Bayern
Kann Trainer Niko Kovac seine geknickte Mannschaft für den Bundesliga-Klassiker gegen den FC Bayern am Samstag wieder aufrichten?
"Wir wissen um die Bedeutung in der Bundesliga. Wir werden versuchen, Bayern München zu schlagen und alles zu geben", versuchte sich Kehl in einer Kampfansage: "Aber jetzt müssen wir das Spiel erstmal verarbeiten und unsere Lehren daraus ziehen."
Der BVB hat nach dem CL-Aus nur noch die Bundesliga, um zu glänzen. Im DFB-Pokal waren die Borussen im Achtelfinale an Bayer Leverkusen gescheitert. In der Bundesliga belegt der BVB vor dem direkten Duell mit Bayern Rang zwei - acht Punkte hinter den Münchnern.



























