Seine Mission ist klar: Edin Dzeko soll den FC Schalke 04 mit seinen Toren zum Aufstieg zurück in die Fußball-Bundesliga führen. Mit vier Treffern in fünf Spielen wurde der Stürmerstar dieser Aufgabe bislang gerecht, insgesamt wähnt sich der Bosnier beim Zweitligisten genau am richtigen Ort. Dzeko selbst war es übrigens selbst, der den Transfercoup im vergangenen Januar ins Rollen brachte.
Im Gespräch mit der "Sport Bild" führte das bosnische Fußballidol nun aus, dass er sich selbst um den Kontakt zum FC Schalke bemühte und den sensationellen Winterwechsel vom italienischen Erstligisten AC Florenz nach Gelsenkirchen initiierte.
Wieder ganze Stein im Dezember ins Rollen kam, erzählte der 39-Jährige in dem Fachmagazin nun detailliert: "Ich habe mit meinem Ex-Klub Florenz Ende Dezember in Parma gespielt. Für Florenz war es ein ganz wichtiges Spiel gegen einen Abstiegskandidaten. Ich saß auf der Bank, kurz nach der Halbzeit sind wir in Rückstand geraten. Ich habe mich warm gemacht, und einige Minuten vor dem Spielende hat unter Trainer nochmal gewechselt. Er hat einen Abwehrspieler herausgenommen und dafür einen anderen Abwehrspieler gebracht. Da habe ich zu mir gesagt: Das geht so nicht weiter."
Der Mittelstürmer selbst sei dann auf die Idee gekommen, es beim emotionsgeladenen Zweitliga-Klub aus dem Ruhrgebiet zu versuchen.

"Ich habe mich gefragt: Was will ich? Was brauche ich? Ich kam zu der Antwort: ein emotionales Stadion mit lauten Fans. Einen Verein, der mich noch einmal mitreißt. Da kam mir plötzlich Schalke in den Kopf", führte Dzeko weiter aus.
Dzeko spricht über mögliches Karriereende beim FC Schalke 04
Über den Kontakt zu seinem Freund und bosnischen Nationalmannschaftskollegen Nikola Katic nahm der Transfercoup dann erste Gestalt an. Nach gutem persönlichen Austausch mit S04-Cheftrainer Miron Muslic stand für Edin Dzeko dann fest, dass er es beim FC Schalke versuchen wolle.
"Ich habe ihm von Anfang an gesagt: Geld ist mir nicht wichtig. Ich hatte andere Angebote, die deutlich lukrativer waren. Ich habe für diesen Verein gerne auf Geld verzichtet. Ich brauchte noch einige Tage Bedenkzeit, aber mein Herz hatte sich eigentlich schon mit der Nachricht an Nikola entschieden", so der Torjäger, der von Tag eins an der neue Publikumsliebling der Gelsenkirchener geworden ist.
Unabhängig davon, ob es für den FC Schalke 04 im Mai zum Bundesliga-Aufstieg reichen wird oder nicht, steht für den dann 40-Jährigen noch nicht fest, ob er seine aktive Karriere beenden wird oder nicht: "Ich bin kein Typ, der einige Monate vorher schon sagen kann, dass er aufhören wird. [...] Ich werde im Sommer auf meinen Körper hören, und momentan fühle ich mich noch sehr gut."



























