Bittere Nachrichten für RB Leipzig: Der Fußball-Bundesligist muss rund sechs Wochen auf Stammkeeper Peter Gulacsi verzichten. Der 35-Jährige zog sich beim 2:2-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg am Sonntagabend einen Innenbandanriss im linken Knie zu. Das gaben die Sachsen nach einer MRT-Untersuchung am Montag bekannt.
Immerhin: Eine Operation ist zunächst nicht erforderlich, wie der Klub weiter bekanntgab.
Die Verletzung ereignete sich bereits in der ersten Halbzeit ohne Gegnereinwirkung. Nach 29 Minuten musste Gulacsi ausgewechselt werden, sichtbar gezeichnet von Schmerzen. Für ihn kam der Belgier Maarten Vandevoordt ins Spiel, der nun vorerst die Verantwortung zwischen den Pfosten übernehmen dürfte.
Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer meinte zu der Personalie am Montag: "Die Diagnose ist bitter, aber wir kennen Pete als absoluten Vollprofi mit großer Mentalität. Er wird deshalb alles daransetzen, schnell und gestärkt zurückzukommen."
Vandevoordt rückt für Gulacsi ins Rampenlicht
Für den Tabellenfünften wiegt der Ausfall schwer. Gulacsi gehört auch mit 35 Jahren zu den konstantesten Torhütern der Liga. In 22 Bundesliga-Partien blieb der ungarische Ex-Nationalspieler neunmal ohne Gegentor. Ligaweit ist das der zweitbeste Wert. Nur Gregor Kobel von Borussia Dortmund weist mit elf Zu-Null-Spielen eine noch bessere Bilanz auf.
Besonders bitter: Erst in der vergangenen Woche hatte Gulacsi seinen Vertrag in Leipzig um ein weiteres Jahr verlängert. Nach Informationen der "dpa" ist vorgesehen, dass der Routinier in der kommenden Saison als Nummer zwei fungiert und Vandevoordt unterstützt. Nun könnte der Belgier früher als geplant dauerhaft ins Rampenlicht rücken.
Für RB Leipzig beginnt damit eine entscheidende Phase. Die Mannschaft muss im Kampf um die internationalen Plätze Stabilität beweisen und dabei ohne ihren erfahrenen Rückhalt auskommen.





























