Zweitliga-Kellerkind Dynamo Dresden hat am Samstagabend trotz Führung gegen die SV Elversberg verloren. Ex-Nationalspieler Patrick Helmes weiß, warum der Aufstiegsaspirant das Spiel noch drehen konnte.
Dynamo Dresden kommt nach der 1:2 (1:0)-Niederlage im Heimspiel gegen die SV Elversberg nicht aus dem Tabellenkeller der 2. Bundesliga heraus. Mit 21 Zählern rangiert der Aufsteiger weiterhin auf dem 17. Rang - dabei lief am Samstagabend für die Sachsen zunächst alles nach Plan.
Alexander Rossipal (12.) hatte die Hausherren früh in Führung gebracht, ein zweiter Treffer in der 25. Minute wurde wegen knapper Abseitsstellung vom VAR einkassiert. Bis zur Halbzeit kam Dresden immer wieder gefährlich vor das Gäste-Tor, die Führung war verdient. Doch im zweiten Durchgang drehte Elversberg schließlich durch Nicholas Mickelson (58.) und Lukas Petkov (78.) die Partie.
"Sie haben eine erste Halbzeit gezeigt, die wirklich super war, aber am Ende steht trotzdem eine Niederlage", fasste NITRO-Experte und Ex-Nationalspieler Patrick Helmes aus Sicht von Dynamo Dresden zusammen. Der Knackpunkt: "Vielleicht hast du dann zu viel Energie verbrannt. Vor allem in der zweiten Halbzeit hat gefehlt, die Bälle so zu sichern, dass die Mitspieler nachrücken können. Deshalb hat Elversberg das Spiel gedreht."
Die Dresdener haben letztlich "Big Points liegen gelassen". Die Konkurrenz aus Fürth (0:1 beim 1. FC Kaiserslautern) und Münster (0:0 bei Fortuna Düsseldorf) steckt ebenfalls mittendrin im Abstiegskampf.
2. Bundesliga: Elversberg wie "eine Spitzenmannschaft"
Dass Elversberg im zweiten Durchgang die Partie hat drehen können, lag "natürlich" auch an der guten Moral der Mannschaft von Cheftrainer Vincent Wagner. Helmes weiter: "Das Interessante bei ihnen ist: Sie haben vielleicht nicht ihr bestes Spiel heute gemacht, aber sie haben trotzdem eine Ruhe und eine Ausstrahlung. Und das Wichtige ist eigentlich diese Selbstsicherheit, die sie ausstrahlen."
Elversberg habe sich in Dresden wie "eine Spitzenmannschaft" präsentiert: "Und deshalb sind sie mit 41 Punkten direkt hinter den Kollegen ganz vorne."
Die Qualität, um bis zum Schluss im Aufstiegsrennen mitzumischen "haben sie", so Helmes: "Und natürlich ist das nochmal ein ganz anderer Schritt mit Elversberg in die 1. Liga. Aber es ist doch schön zu sehen: Schalke, Kaiserslautern, Nürnberg, Bochum – alle Traditionsvereine dahinter. Das spricht dafür, welche Qualität Elversberg hat."




























