Die TSG 1899 Hoffenheim ist seit Mitte Dezember ungeschlagen in der Fußball-Bundesliga, hat an den letzten sieben Spieltagen sogar fünf Zähler mehr gesammelt als Tabellenführer FC Bayern. Am Sonntag (17:30 Uhr) kommt es nun zum Kräftemessen beim deutschen Rekordmeister. Ein Spitzenspiel, mit dem noch vor wenigen Wochen nicht unbedingt zu rechnen war.
Vedad Ibisevic, der in den ersten Hoffenheimer Bundesliga-Jahren einer der großen Stars der Mannschaft war, führte in seinem Gastbeitrag im "kicker" aus, was die derzeitige TSG-Mannschaft von Cheftrainer Christian Ilzer so stark macht.
"Das Geheimnis im Kader ist die Mischung aus Jung und Alt, aus hungrig und erfahren. Wir waren damals auch ambitioniert, vielleicht ein bisschen zu wild. Die TSG hat nun ein paar Haudegen mit Oliver Baumann, Grischa Prömel und Andrej Kramaric, die die Mannschaft führen, aber trotz ihres Alters Leistung bringen", so der ehemalige Stürmer.
Außerdem habe es sich ausgezahlt, an Ilzer festzuhalten, nachdem dieser bereits einige Krisen mit dem Team zu überstehen hatte.
Grundsätzlich zeigte sich Ibisevic aber trotzdem überrascht, dass die Kraichgauer zuletzt an Top-Teams wie RB Leipzig, Bayer Leverkusen oder dem VfB Stuttgart vorbei auf Tabellenplatz drei gesprungen sind.
Ibisevic traut Hoffenheim einen Sieg beim FC Bayern zu
"Dass Qualität in dieser Mannschaft steckt, ist nicht zu übersehen. Nein, ich denke eher an die Unruhe im Verein. [...] Normalerweise erwartet man unter diesen Umständen eine schwierige Saison. Insofern war nicht vorherzusehen, dass die TSG zu, Spitzenspiel zum FC Bayern reist", führte der 41-Jährige aus.
Der frühere bosnische Nationalspieler traut seinem Ex-Klub, bei dem er zwischen 2007 und 2011 unter Vertrag stand, am Sonntag nun durchaus zu, für eine Überraschung in der Allianz-Arena zu sorgen: "Die Chance auf Erfolg in München ist realistisch. Wenn Augsburg die Bayern schlagen und der HSV einen Punkt holen kann, kann Hoffenheim das auch."

































