Nach dem jüngsten Bundesliga-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim (3:2) am letzten Wochenende verkürzte sich der Rückstand von Borussia Dortmund auf Tabellenführer FC Bayern auf sechs Punkte. Star-Verteidiger Nico Schlotterbeck nutzte das zur ungewohnten Ansage, mit dem BVB in dieser Saison noch um die Meisterschaft mitspielen zu wollen. Eine Flucht nach vorne, die bei Klubboss Carsten Cramer gut ankam.
Der Sprecher der Geschäftsführung des Tabellenzweiten stellte in einer Talkrunde der "Ruhr Nachrichten" am Dienstagabend klar, dass er voll hinter den Aussagen des Nationalspielers stehe.
"Wir wünschen uns immer mutige, ambitionierte und offene Spieler. Ich finde es großartig, dass wir diese Leidenschaft verkörpern. Dafür verpflichten wir die Spieler. Wenn die diesen Antrieb nicht haben und nicht ambitioniert sind, ja wer denn dann?", so Carsten Cramer über die Meister-Ansage Nico Schlotterbecks vom vergangenen Sonntag.
Schlotterbeck hatte nach dem 3:2-Heimsieg gegen Heidenheim erklärt: "Man muss auch mal den Anspruch haben als BVB, auch mal den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden. Jetzt sind es sechs Punkte, es sind drei weniger als nach der Winterpause. Deswegen kann ich sagen und auch die Jungs: Wir wollen jetzt angreifen."
BVB als nächstes in Wolfsburg gefordert
Geschäftsführer Cramer lobte diese ambitionierte Ansage des 25-Jährigen zwar grundsätzlich. Er selbst wählte allerdings einmal mehr deutlich defensivere Worte, als er auf das Saisonziel der Schwarz-Gelben angesprochen wurde.
"Ihr könnt die Frage so oft stellen, wir ihr wollt. Ich beschäftige mich immer mit dem nächsten Spiel. Wir haben 45 Punkte, das ist bockstark. Wir sind maximal ambitioniert", so der 57-Jährige, der als Sprecher der Geschäftsführung die Nachfolge von Hans-Joachim Watzke beim BVB angetreten hatte.
"Mit Bayern haben wir eine überragende Mannschaft in der Bundesliga, deshalb werden solche Punktzahlen oft nicht wertgeschätzt. Die ganze Rechnerei bringt nichts. Wir konzentrieren uns auf Wolfsburg", führte Cramer weiter aus.
Beim VfL Wolfsburg tritt der am kommenden Samstag zum nächsten Auswärtsspiel in der Bundesliga an.
































