Was ist da denn los beim VfL Bochum so kurz vor dem wichtigen Zweitliga-Heimspiel gegen den FC Schalke 04? Offenbar gibt es an der Castroper Straße mächtig Ärger um die eigene Spielkleidung.
Was als Marketing-Coup der Vereinsführung des VfL Bochum gedacht war, ging vor dem Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen den FC Schalke 0r am Samstag (ab 13:00 Uhr) ziemlich nach hinten los.
Eigentlich hatte der Bundesliga-Absteiger extra für die Partie gegen den Reviernachbarn ein neues Sondertrikot angekündigt.
Unter dem Motto "Pulsschlag aus Stahl" brachte der VfL dieses Jersey am Montag auf den Markt, welches größtenteils in Schwarz gehalten ist und an die Stahlindustrie in der Stadt Bochum erinnern soll.

Doch statt wie bei ähnlichen Sondertrikot-Aktionen des Klubs die Unterstützung aus der eigenen Fan-Szene zu erhalten, regte sich noch vor dem Derby gegen den FC Schalke 04 großer Widerstand in den eigenen Reihen.
Klare Forderung der Fans des VfL Bochum
Schon am Mittwoch vereinten sich große Teile der Bochumer Fanszene gegen das schwarze Sondertrikot, formulierten ein Beschwerdeschreiben an die Vereinsführung.
In diesem Statement hieß es unter anderem: "Wir fordern den Verein in aller Deutlichkeit dazu auf, die Mannschaft am kommenden Samstag in blau und weiß auflaufen zu lassen und auf das Tragen des Sondertrikots zu verzichten. Der VfL Bochum muss im Ruhrstadion blau-weiße Farben tragen. Und um Missverständnisse zu vermeiden: Das gilt nicht nur gegen Schalke, sondern bei jedem Heimspiel! Ohne Ausnahme!"
Eine unmissverständliche Forderung an die VfL-Verantwortlichen auf das klassische Heimtrikot in der eigenen Farbe "Flutlichtblau" mit weißer Beschriftung zurückzugreifen.
Nach Informationen der "Bild" wurde der Klub am Mittwoch selbst von dem Ausmaß des Widerstands überrascht. Wie es weiter heißt, soll das Statement der Fanszene tatsächlich zu einem Umdenken geführt haben.
Demnach wird der VfL Bochum auf das Tragen des Sondertrikots im kleinen Revierderby verzichten und stattdessen auf das übliche Heimtrikot zurückgreifen. Damit sollen Widerstand und Unmut in den eigenen Reihen ausgebremst werden.
Das Tragen des schwarzen Sondertrikots zu einem späteren Zeitpunkt, etwa den nachfolgenden Heimspielen gegen den SC Paderborn (15. Februar) oder den 1. FC Nürnberg (20. Februar), hält sich der VfL Bochum aber wohl noch offen.


























