Philip Rivers wird nun offenbar doch nicht direkt nach seinem zweiten Karriereende einen Head-Coach-Job in der NFL übernehmen.
Rivers hatte erst am vergangenen Freitag offiziell ein Jobinterview mit den Buffalo Bills für die Nachfolge des entlassenen Sean McDermott. Drei Tage später jedoch zog er sich aus dem weiter offenen Rennen um diesen Posten zurück, wie "The Athletic" berichtete.
Rivers galt trotz seiner mangelnden Coaching-Erfahrung - er ist zwar seit einigen Jahren der Head Coach der St. Michael Catholic High School in Alabama, hat aber noch nie im College- oder Profibereich gearbeitet - als durchaus aussichtsreicher Kandidat in Buffalo, und sei es am Ende nur als QB Coach oder sogar Offensive Coordinator. Doch daraus wird nun offenbar erstmal nichts. Es soll dem Vernehmen nach nicht der richtige Zeitpunkt für ihn und seine Familie sein. Rivers hat zehn Kinder mit seiner Frau Tiffany und ist mittlerweile seit 2024 sogar Großvater.
Für Bills geht die Suche damit weiter. Sie haben bereits Interviews mit Davis Webb (Passing Game Coordinator der Broncos) und Nate Scheelhaase (Offensive Coordinator der Rams) am Montag abgehalten und sollen zudem an Grant Udinski (OC der Jaguars) interessiert sein, der den Browns bereits abgesagt hat und dem von den Jaguars eine lukrative Vertragsverlängerung zugesichert sein soll, für den Fall, dass er am Ende kein Head Coach wird.
Rivers verfügt über großen Wissensschatz
Um Rivers war es seit seinem Karriereende 2020 bei den Indianapolis Colts nach 16 Jahren bei den San Diego und dann Los Angeles Chargers (2004-2019) ruhig geworden, ehe er schließlich nach der Verletzung von Daniel Jones 2025 aus dem Ruhestand zurückkehrte und noch drei weitere Spiele für die Colts absolvierte.
Rivers galt schon länger als ein Quarterback, der gewissermaßen auch als Play-Caller fungierte und intensives Wissens über NFL-Offenses mitbringt. Er steht zudem schon seit Jahren in stetem Austausch mit Colts-Head-Coach Shane Steichen und coacht ein ähnliches Scheme an der High School. Darüber hinaus hat er viele Connections zu anderen NFL-Coaches und fungierte als Mentor von Bills-Quarterback Josh Allen, mit dem er sich zudem denselben Agenten teilt.
Entsprechend war Allen auch ein Befürworter eines möglichen Engagements von Rivers in Buffalo.







