Im Vorjahr war Donald Trump der erste amtierende US-Präsident, der einen Super Bowl besuchte. Das diesjährige Spiel zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks wird sich das Staatsoberhaupt allerdings nicht anschauen. Auch, weil ihm die Halftime Show nicht zusagt.
Im Gespräch mit der "New York Post" erneuerte Trump seine Abneigung gegen das Spektakel inmitten des Spiels, das in diesem Jahr dem Latino-Künstler Bad Bunny vorbehalten ist. Zur Auswahl sagte Trump: "Ich bin gegen sie. Ich halte das für eine schreckliche Wahl. Das Einzige, was sie bewirkt, ist, Hass zu säen. Schrecklich."
Bad Bunny wird am 8. Februar (Ortszeit) in San Francisco der erste Künstler sein, der die Halbzeit-Show des größten TV-Ereignisses der USA auf spanisch performen wird.
Der Puerto Ricaner hatte sich schon im letzten Jahr deutlich gegen die Abschiebungen in den USA positioniert und bei seiner Welttournee auf Auftritte in den USA verzichtet, aus Angst vor ICE-Einsätzen.
In seinem Song "Nuevayol" schoss er zudem gegen Trump und seine Regierung. Er imitiert in dem Song die Stimme des US-Präsidenten und sagt: "Ich möchte mich bei den Einwanderern in Amerika entschuldigen. Dieses Land ist nichts ohne die Einwanderer. Dieses Land ist nichts ohne Mexikaner, Dominikaner, Puertoricaner, Kolumbianer, Venezolaner, Kubaner."

NFL: Weiterer Grund für Trump-Absage
Zu allem Überfluss tritt vor dem Super Bowl auch die Punk-Rock-Band Green Day auf. Auch die Green Day sind alles andere als Trump-Fans.
Neben dem Unterhaltungs-Programm sagt Trump seinen Besuch allerdings auch aus einem anderen Grund ab: "Es ist einfach zu weit weg", erklärte er laut der "New York Post" als Hauptgrund für sein Fernbleiben. "Ich habe beim Super Bowl in New Orleans großartige Reaktionen bekommen. Sie mögen mich", sagte Trump. "Ich würde hingehen, wenn es, wissen Sie, ein bisschen näher wäre."







