Am Sonntag spielte NBA-Basketball in den USA aus verschiedenen Gründen nicht auf der größten Bühne, dennoch gab es Überraschungen gegen mehrere Favoriten der Western Conference. Die Minnesota Timberwolves sind mitten in der Krise angekommen.
Die angesetzten Duelle der Denver Nuggets bei den Memphis Grizzlies sowie der Dallas Mavericks bei den Milwaukee Bucks wurden witterungsbedingt verschoben.
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| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| Detroit Pistons | Sacramento Kings | 139:116 |
| Minnesota Timberwolves | Golden State Warriors | 85:111 |
| Oklahoma City Thunder | Toronto Raptors | 101:103 |
| San Antonio Spurs | New Orleans Pelicans | 95:104 |
| Phoenix Suns | Miami Heat | 102:111 |
| LA Clippers | Brooklyn Nets | 126:89 |
| Milwaukee Bucks | Dallas Mavericks | Verschoben |
| Memphis Grizzlies | Denver Nuggets | Verschoben |
Spiel der Nacht: Thunder vermissen Hartenstein
Kaum eine Szene hätte so gut beschreiben können, wie sehr die Oklahoma City Thunder ihren deutschen Big Man Isaiah Hartenstein vermissen. Bei +2 mit 13 Sekunden zu spielen für Toronto vergab Jamal Shead nicht nur einen Freiwurf, sondern gleich beide. Eine geschenkte Chance für den Titelverteidiger, zurück ins Spiel zu kommen. Eigentlich. Bis der Offensivrebound bei den Raptors landete, Immanuel Quickley gefoult werden musste, und beide Würfe traf.
Wie schon bei der vorherigen Niederlage gegen die Indiana Pacers waren die Thunder deutlich unterlegen an den Brettern (5-12 Offensivrebounds), obwohl sie mit Jaylin Williams und Chet Holmgren (11 Punkte, 10 Rebounds) gleich zwei Bigs im Starting Lineup hatten.
Auf der Gegenseite hatte Scottie Barnes nicht den größten Erfolg als Scorer (10 Zähler, 3/8 FG), schien sonst aber alles richtig zu machen. Er hatte seine Hände am entscheidenden Offensivrebound und fügte seiner Sammlung der Saison ein weiteres Defense-Highlight hinzu.
33 Sekunden vor Schluss ging der Einwurf der Thunder zu Holmgren, der seinen Größenvorteil gegenüber Barnes ausspielen wollte. Pustekuchen. Barnes ließ sich von Holmgren kaum wegschieben, blockte den Fadeaway des 2,16-Meter-Mann und schnappte sich den freien Ball, um die knappe Führung der Raptors zu verteidigen.
Barnes beendete das Spiel mit 11 Rebounds, 8 Assists und 3 Blocks. Topscorer der Raptors war Immanuel Quickley (23), der 6/10 Triples versenkte. Bei OKC ging erneut Shai Gilgeous-Alexander (24, 8/11 FG, 6 Assists) voran, der amtierende MVP nahm jedoch nur einen Feldwurf auf dem Weg zu drei mickrigen Punkten im Schlussviertel.
Nebenschauplatz der Nacht: Wolves verlieren weiter
Vermutlich war der Fokus auf Basketball für kein Team am Sonntag so schwierig wie für Minnesota. Das Heimspiel gegen die Golden State Warriors war ursprünglich für Samstag angesetzt, wurde nach dem zweiten Toten des Monats durch Schüsse eines ICE-Agenten jedoch auf Sonntag verschoben. In Minneapolis wird seit Wochen gegen die Einsätze der US-Behörde protestiert, zum jüngsten Vorfall meldeten sich neben zahlreichen Athleten und Athletinnen auch Größen wie Ex-Präsident Barack Obama.
"Zum zweiten Mal in weniger als drei Wochen haben wir ein Mitglied unserer Gemeinschaft auf die unvorstellbarste Art und Weise verloren", sagte Wolves-Coach Chris Finch vor dem Spiel. Die Wolves mussten mit 85:111 ihre fünfte Niederlage in Folge einstecken, Anthony Edwards leistete sich hinter 32 Punkten (13/20 FG) und 11 Rebounds ganze 8 Turnover.
Warriors-Coach Steve Kerr beschrieb die Atmosphäre im Target Center so "bizarr und traurig", wie er sie zuvor kaum erlebt hatte. "Ich habe gefühlt, wie sie leiden", sagte Kerr anschließend. Er verriet, dass er im Vorfeld mit Finch und Wolves-Veteran Joe Ingles über die Möglichkeit gesprochen hatte, das Spiel erneut zu verschieben. Ingles habe ihm vorher berichtet, dass die Wolves sich angespannt fühlten.
Bei den Warriors ging Stephen Curry mit 26 Punkten (7/18 FG), 7 Assists und 4 Steals voran.



































