Der Samstag in der NBA hatte gleich zwei hochdramatische Schlussphasen zu bieten. Victor Wembanyama lieferte sich ein hochklassiges Privatduell mit Anthony Edwards und Shai Gilgeous-Alexanders Galavorstellung wurde von den Miami Heat vermiest.
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| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| Dallas Mavericks | Utah Jazz | 138:120 |
| Atlanta Hawks | Boston Celtics | 106:132 |
| Detroit Pistons | Indiana Pacers | 121:78 |
| New York Knicks | Phoenix Suns | 99:106 |
| Miami Heat | Oklahoma City Thunder | 122:120 |
| San Antonio Spurs | Minnesota Timberwolves | 125:123 |
| Golden State Warriors | Charlotte Hornets | 136:116 |
| Denver Nuggets | Washington Wizards | 121:115 |
| Portland Trail Blazers | Los Angeles Lakers | 132:116 |
Spiel der Nacht: Heat gewinnen Thriller gegen OKC
Die Träume der Oklahoma City Thunder (25-8) von einer neuen Rekord-Saison zerfallen nach der 120:122-Niederlage bei den Miami Heat (22-20) mit fortschreitender Geschwindigkeit zu Staub. Die 73-9-Bilanz der Golden State Warriors aus der Saison 2015/16 ist mittlerweile nicht mehr als eine Utopie.
Die achte Saisonniederlage bescherten die Heat den Gästen aus OKC dank eines späten Dreiers von Andrew Wiggins zum Endstand bei noch 31 Sekunden auf der Uhr. Gleich zwei Gelegenheiten auf den Ausgleich und zum Auswärtssieg verhinderten die Heat im Defensivverbund. Insbesondere Chet Holmgren ließ die weitaus größere Chance auf eine potenzielle Overtime liegen.
Der Big Man der Thunder vergab aus der auf den Wiggins-Dreier folgenden Auszeit einen Dunk aus nächster Nähe. Da die Thunder durch einen defensiven Stop noch einmal in Ballbesitz kamen, hatte der amtierende Champion die Gelegenheit, South Beach mit einem Sieg zu verlassen. Doch Alex Carusos Dreier prallte mit ablaufender Uhr von Brett und Ring zurück auf das Parkett.
Ihren Stempel auf die Partie drückten Spieler beider Mannschaften auf. Bei den Heat stellte Bam Adebayo ein neues Career-High mit 6 getroffenen Dreiern (6/10) auf, die seine Ausbeute auf insgesamt 30 Punkte wuchteten. Dank 12 Rebounds verzeichnete der Heat-Big ein Double-Double. Überragender Mann der Partie war jedoch Shai Gilgeous-Alexander auf der Gegenseite. Der Kanadier legte 39 Punkte auf und traf 12 seiner 29 Field Goals. An der Freiwurflinie blieb er bei 13 Versuchen perfekt.
Pechvogel der Nacht: Jalen Williams
Neben der Niederlage verlief der Auswärtstrip nach Florida für die Mannschaft von Head Coach Mark Daigneault auch aus gesundheitlicher Sicht ernüchternd. Mit Jalen Williams hatten die Thunder den nächsten Ausfall eines Starters zu verkraften, nachdem auch Isaiah Hartenstein (Wade) nun seit bereits zehn Spielen zum Zusehen verdammt ist.
Nach einem Drive zum Korb griff der zu Beginn der Saison von einer Handgelenksverletzung ausgebremste Williams sich an den rechten Oberschenkel und tat sich schwer, Gewicht auf das lädierte Bein zu verlagern. Die Thunder deklarierten seine Verletzung als Oberschenkel-Schmerzen, machten jedoch keine weiteren Angaben.
MVP der Nacht: Edwards-Gala reicht in San Antonio nicht
Die Minnesota Timberwolves (27-16) mussten sich trotz eines glänzend aufgelegten Anthony Edwards mit 123:126 bei den San Antonio Spurs (29-13) geschlagen geben. Edwards beendete den Abend mit einem neuen Career-High von 55 Punkten! Dabei nahm er insgesamt stolze 33 Würfe aus dem Feld, von denen 19 Würfe ihr Ziel fanden. Außerdem erhöhte Edwards, der vor gut einem Jahr der jüngste Spieler wurde, der die Marke von 1.000 Dreiern knackte, seine Karrierebilanz um 9 weitere Dreier (9/16).
Die neue Bestmarke des 24-Jährigen reichte seiner Mannschaft aber unter anderem deshalb nicht, weil auch Victor Wembanyama auf der Gegenseite einen guten Tag erwischte. Der Franzose kam letztlich auf 39 Punkte und verpasste ein Double-Double mit 9 Rebounds nur knapp. Wemby war es auch, der die Spurs-Führung in den Schlusssekunden festhielt. Der Center räumte 40 Sekunden vor dem Ende Joan Beringer ab, um eine 120:119-Führung der Spurs zu sichern.
Anschließend stellte ein Dreier von Keldon Johnson (20 Punkte) auf die vermeintlich entscheidende 123:119-Führung der Gastgeber mit noch 17 Sekunden auf der Uhr. Da aber Edwards in Windeseile eine Antwort von Downtown parat hatte, begann das Freiwurf-Spiel im Frostbank Center. Da sich De'Aaron Fox an der Linie schadlos hielt und Edwards' anschließender Versuch nach Foul, seinen zweiten Freebie absichtlich zu verfehlen, um noch einmal in den Ballbesitz zu kommen, scheiterte, behielten die Spurs den Sieg in San Antonio.
Viertel der Nacht: Celtics fackeln in Atlanta
Die Boston Celtics (26-15) fuhren am Samstag einen ungefährdeten 132:106-Sieg bei den Atlanta Hawks (20-24) ein. Den Grundstein dafür legten die Gäste um ihren Superstar Jaylen Brown (41 Punkte) im zweiten Viertel. Zum Seitenwechsel stand Brown bereits bei 29 Zählern und im vierten Viertel stand der Superstar gar nicht mehr auf dem Court.
In den zweiten zwölf Minuten fackelte die Mannschaft von Head Coach Joe Mazzulla ein spektakuläres Offensivfeuerwerk ab, was sich in 52 Punkten niederschlug. 19 ihrer 25 Field Goals schlugen im Korb der Hawks ein, darunter gleich 11/15 Dreier. So bauten die Celtics eine 30:23-Führung zu Beginn der zweiten zwölf Minuten bis zur Halbzeitpause auf 82:51 aus.
Sam Hauser fing in diesem Zwischenspurt Feuer: Der Dreierspezialist versenkte gleich 5 Würfe von Downtown und steigerte seine Ausbeute bis zur Schlusssirene gar noch auf 10 getroffene Threes. Damit war er am Ende hinter Brown mit 30 Punkten zweitbester Scorer Bostons. Den Rekord für die meisten Dreier eines Celtics-Spielers verpasste er nur knapp. Diesen hält Marcus Smart mit 11 Treffern von jenseits der Dreierlinie.
Stimmen der Nacht:
Victor Wembanyama (San Antonio Spurs) schwärmt vom Duell mit Anthony Edwards: "Es ist eine Ehre und das Beste, wenn die besten Spieler so hart spielen, wie sie können. Das macht mich besser und es ist ein Zeichen des Respekts und des Fortschritts. Die Standings zeigen, dass wir ein respektables Team sind."
Anthony Edwards (Minnesota Timberwolves) erklärt, warum ihn Spiele gegen die Spurs reizen: "Sie haben Wemby. Er soll das Gesicht der Liga werden. Dafür kann ich mich immer motivieren. (...) Ich wünschte, wir könnten einfach alle anderen beiseiteschieben und einfach Ich gegen Ihn spielen."
Sam Hauser (Boston Celtics) startete mit mit 8/10 Dreiern, ließ im Schlussviertel dann 2/11 folgen: "An diesem Punkt dachte ich einfach: 'Lass sie fliegen und mal sehen, was passiert.' Dann wurde ich todesmüde. Die letzten paar waren dann viel zu kurz. Es ist, wie es ist. Ich freue mich darüber, dass Joe [Mazzulla] es mich versuchen ließ [den Celtics-Rekord aufzustellen, Anm. d. Red.]."



































