Max Eberl hat sich beim Thema Vertragsverlängerung von Manuel Neuer einen Maulkorb verpasst. Der Grund: Die Causa Thomas Müller wirkt beim Sportvorstand des FC Bayern immer noch nach.
Sportvorstand Max Eberl hält sich komplett bedeckt, was die Zukunft von Bayern Münchens Torwart-Ikone Manuel Neuer angeht.
"Ich wurde für das Interview ja gebrieft. Da stand: Hast du gelernt aus Thomas Müller? Dann wisst ihr ja, was jetzt kommt. Wir werden in Ruhe abwarten. Manuel soll erstmal 40 werden, dann schauen wir, was passiert", witzelte Eberl vor dem Spiel des FC Bayern in Leipzig bei "Sky".
Neuer spielt seit 2011 für den FC Bayern, sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Die Bayern haben mehrfach durchblicken lassen, den Vertrag mit dem Weltmeister von 2014, der im März 40 wird, gerne noch um ein Jahr verlängern zu wollen.
Im Vorjahr hatte Eberl in seiner Funktion als Sportboss einen ähnlichen Fall. Damals erteilte er Thomas Müller, dessen Arbeitspapier ebenfalls auslief, eine Carte Blanche für dessen Zukunft in München. Die Klub-Legende könne sich selbst aussuchen, ob sie noch ein Jahr für die Bayern spielen wolle oder nicht, sagte Eberl.
Dies wurde später von den Bayern-Granden um Ehrenpräsident Uli Hoeneß einkassiert. Müllers Vertrag wurde nicht verlängert, der Routinier wanderte in die MLS zu den Vancouver Whitecaps ab.
FC Bayern: Eberl heute fest im Sattel
Für Eberls Außendarstellung und sein Standing im Verein war der Fall Müller ein ziemliches Desaster. Ein Jahr später ist sein Status dank guten Transfermanagements und des sportlichen Erfolgs indes gefestigt.
Neuer hat (wie auch Müller) mit den Bayern alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Der Torwart wurde zwölfmal Deutscher Meister, sechsmal DFB-Pokalsieger und gewann im Trikot der Münchner zudem zweimal den Henkelpott der Champions League. Zuvor spielte er für den FC Schalke 04, mit dem er einmal den DFB-Pokal gewann.



























