Beim FC Bayern tritt Harry Kane nicht nur als Stürmer in Erscheinung. Der Superstar ackert auch defensiv regelmäßig mit. Ein Umstand, den Dietmar Hamann nun kritisierte.
"Ob Kompany es recht ist, dass Harry Kane nicht mehr nur Stürmer spielt, weiß ich nicht", schrieb Hamann in seiner "Sky"-Kolumne und ergänzte: "Es ist aller Ehren wert, dass Kane sich für die Mannschaft aufopfert, aber als Trainer will ich meinen Angreifer dort haben, wo er effektiv ist und Tore schießt."
Auf Dauer sei es "kein Zustand", dass Kane im eigenen Strafraum Bälle gewinnt. Das sei nicht seine Aufgabe.
"Im Moment kommt er selten in Abschluss-Situationen, vor Weihnachten war es auch schon so", nannte Hamann die Konsequenzen von Kanes Allrounder-Dasein.
Von Lennart Karl schwärmte der TV-Experte dagegen in den höchsten Tönen.
"Der Spieler der Hinrunde ist für mich Lennart Karl. Normalerweise sammeln junge Spieler erst einmal Erfahrungen und schnuppern rein, aber er kam neu in die Mannschaft und hat sofort Spiele entschieden und dominiert", adelte er den Youngster.
Daher stehe auch gar nicht zur Debatte, ob Karl in diesem Sommer mit zur WM fahren soll. "Karl ist ein Spieler, der aus nichts Chancen kreieren kann. Wir könnten es uns gar nicht erlauben, so einen Spieler nicht mitzunehmen", betonte Hamann.
FC Bayern in "eigener Sphäre unterwegs"
Auch von den Leistungen des FC Bayern ist der Ex-Profi angetan: "Wenn die Bayern so unterwegs sind, kann der Gegner Purzelbäume schlagen, dann hat keiner eine Chance. In der Bundesliga sind die Münchner in einer eigenen Sphäre unterwegs. Viel besser als das, was die Mannschaft von Vincent Kompany bisher gezeigt hat, geht es nicht."
Großer Vorteil sei, dass der Verein "momentan in sich selbst ruht". "Das ist zum großen Teil der Dominanz sowie dem Erfolg in der Liga und zum großen Teil der Souveränität des Trainers geschuldet", so Hamann.


























