Im zweiten Saison-Halbjahr kann der FC Schalke 04 endlich auf das australische Top-Talent Dylan Leonard zurückgreifen, das einen durchaus steinigen Weg hinter sich hat.
"Es war eine sehr komplizierte Situation", blickte der 18 Jahre alte Abwehrspieler gegenüber der "WAZ" auf seinen Wechsel zu Schalke zurück.
Hintergrund: Bei Leonards Ex-Verein Western United wurden wegen finanzieller Probleme die Verträge aller Profis nichtig, sie durften ablösefrei wechseln.
"Ich hatte danach einige Optionen in vielen verschiedenen Ländern", schilderte Leonard. "Aber als ich vom Interesse der Schalker gehört habe, waren alle anderen Optionen für mich unwichtig. Auch wenn ich am anderen Ende der Welt gewohnt habe, wusste ich von der Größe des Vereins."
Auch der Ex-Schalker Alexander Baumjohann, heute Sportchef beim australischen Klub Sydney FC, machte dem Juwel den Mund wässrig. "Ich habe mit ihm gesprochen. Auch wenn ich natürlich selbst auch etwas über den Verein wusste, war das wichtig. Er hat in höchsten Tönen über Schalke gesprochen. Er war definitiv ein großer Grund dafür, warum ich mich für Schalke entschieden habe", so Leonard.
FC Schalke 04: "Komplizierte Monate" für Dylan Leonard
Bitter aus Sicht des Neuzugangs, dessen Transfer Mitte September 2025 offiziell über die Bühne ging: Eine Spielerlaubnis für Schalke erhielt er erst zum 1. Januar 2026.
"Das waren offensichtlich komplizierte Monate für mich, die ich als Test empfunden habe: für meine Geduld und wie sehr ich es wirklich will", erzählte Leonard über diese Phase. "Ich habe mich auf das konzentriert, was ich beeinflussen kann: Bereit zu sein für den Moment, wenn ich spielen darf. Ich hatte Zeit, um das Spielsystem zu verstehen und kennenzulernen, wie viel der Verein den Fans bedeutet."
Ob er nun, da er endlich im königsblauen Trikot kicken darf, für die Schalker Profis unter Trainer Miron Muslic oder zunächst in der U23 aufläuft, ist Leonard nach eigener Aussage egal. "Ich kenne den Plan nicht genau", betonte er. "Mein großer Traum ist es aber natürlich, vor 62.000 Zuschauern in der Arena aufzulaufen. Als ich ins Stadion kam, haben Fans direkt ,Dylan, Dylan‘ gerufen. Sie haben mich erkannt, das sagt viel über die Fans aus."






























