Der Traum von der Titelverteidigung ist für die Philadelphia Eagles ausgeträumt. In der Wild Card Round der NFL Playoffs zog das Team gegen die San Francisco 49ers den Kürzeren. Vor allem offensiv hatte Philly erneut zu kämpfen. Unter anderem auch mit sich selbst.
So schafften es die Eagles wieder einmal nicht, A.J. Brown ins Spiel zu bringen. Dieser schloss die Partie mit nur drei Catches für 25 Yards ab. Allerdings gehen diese schwachen Stats zu großen Teilen auch auf die Kappe des Wide Receivers, der sich mehrere Drops leistete.
Zudem fiel der exzentrische Passempfänger einmal mehr durch einen lautstarken Disput mit Head Coach Nick Sirianni auf. Dieser wollte das Ganze im Anschluss nicht zu hoch hängen und verteidigte vor allem auch Browns sportliche Leistung.
"Er hat die besten Hände, die ich je gesehen habe. Die Art, wie er den Ball fängt, die Vielzahl an verschiedenen Arten von Fängen, die er gemacht hat. Wenn man so viele Pässe bekommt wie er, kommt es zwangsläufig zu einigen Fehlern", sagte Sirianni, der darauf hinwies, dass der Wind den Ball in der Luft beeinflusst habe. "Ich weiß, dass er sich dafür selbst Vorwürfe machen wird."
Bezogen auf den Disput erklärte Sirianni: "Ich glaube, er weiß, was ich für ihn empfinde. Ich habe eine besondere Beziehung zu ihm. Wir haben wahrscheinlich jede Emotion durchlebt, die man gemeinsam erleben kann", ist sich der Coach sicher.
"Wir haben zusammen gelacht. Wir haben zusammen geweint. Wir haben uns gegenseitig angeschrien. Wir sind beide emotional. Ich habe versucht, ihn vom Spielfeld zu holen, und das kommt in diesem Spiel vor", so der Übungsleiter.
NFL: Mitspieler springt Brown bei
Brown selbst sprach im Anschluss nicht mit den Medien. Weder über seine Leistung noch über den Disput mit Sirianni. Für letzteres bekam er auch Rückendeckung aus der Mannschaft.
"Ich liebe das – diese Leidenschaft, dieses Feuer, diese Entschlossenheit", sagte Offensive Tackle Jordan Mailata über Brown. "Er gibt jede Woche alles für uns. Er hat einige Verletzungen weggesteckt und sich dieses Jahr für jedes Spiel zur Verfügung gestellt, um dabei zu sein."
Auf die Frage, was Brown zu Sirianni gesagt habe, antwortete Mailata, dass ihn das "nichts angehe", und scherzte, dass er nur versucht habe, Sirianni und Brown "im Weg zu stehen".















