In den Wochen vor Weihnachten wuchs im Umfeld von Borussia Dortmund die Unzufriedenheit über die mäßigen Ergebnisse und den gebotenen Fußball unter Niko Kovac. BVB-Berater Matthias Sammer traut dem Coach dennoch den großen Wurf zu.
Niko Kovac könne "definitiv" ein Titel-Trainer für Borussia Dortmund sein, betonte Matthias Sammer im Interview mit der "Sport Bild".
Nach 15 Spieltagen steht der BVB unter seinem Übungsleiter, der das Amt im Februar 2025 übernommen hatte, immerhin auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle - allerdings schon neun Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Bayern München.
Vor der Winterpause hatten die Westfalen nur vier der letzten zehn Pflichtspiele gewonnen, nach Unentschieden gegen den HSV in der Liga oder Bodö/Glimt in der Champions League geriet Kovac zunehmend ins Kreuzfeuer. Auch das Pokal-Aus gegen Bayer Leverkusen half dem Ruf des Kroaten nicht.
Sammer jedoch findet, dass Kovac zu Unrecht zum Sündenbock gemacht wurde. "Die Partien, die wir nur remis gespielt haben, hätten wir in der Vergangenheit verloren. Speziell in Hinrunden", stellte der Weltmeister von 1990 klar.
Die anhaltenden Forderungen nach attraktiverem Fußball hält Sammer für wenig zielführend: "Weder Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes noch Carlo Ancelotti gehörten zu der Kategorie Trainer, die den Fußball mit ihrem Stil außergewöhnlich geprägt haben. Aber sie waren sehr erfolgreich. Und das ist das Wesentliche. Wir sollten sehen, was Niko faktisch verbessert hat: weniger Gegentore, mehr erzielte Tore. Bessere Körperlichkeit, besserer Geist."
Sammer glaubt an BVB-Titel unter Kovac
Vor knapp einem Jahr hatte Kovac den glücklosen Nuri Sahin in Dortmund beerbt und das Team anschließend trotz eines vermeintlich aussichtslosen Rückstands auf die Königsklassen-Ränge noch in die Champions League geführt.
Sammer zufolge wäre sogar noch mehr drin: "Im Moment ist Dortmund sicher gut genug, um in der Meisterschaft unter die ersten Vier zu kommen. Ich glaube aber auch, dass wir die Begeisterung, die Freude und das Unbequeme schaffen könnten, um auf das 'i' ein Pünktchen stellen zu können."





























