Die Washington Commanders haben sich am Dienstag von gleich zwei hochrangigen Coaches in der NFL getrennt.
Laut mehreren Medienberichten am Dienstag haben sich die Commanders sowohl von Offensive Coordinator Kliff Kingsbury als auch Defensive Coordinator Joe Whitt Jr. getrennt. Während es bei Kingsbury heißt, dass er die Organisation nach einem längeren Gespräch mit Head Coach Dan Quinn in beiderseitigem Einvernehmen verlässt, wurde Whitt offenbar entlassen. Anzeichen dafür gab es schon länger, nachdem Quinn nach Woche 10 das defensive Play Calling selbst übernommen hatte.
Nur ein Jahr, nachdem die Commanders sensationell das NFC Championship Game erreicht hatten, beendete man die Saison 2025 mit 5-12 und verlor zehn der letzten zwölf Spiele. Speziell die Defense fiel negativ auf und ließ die meisten Yards aller Teams zu, zudem belegte man Rang 27 bei den zugelassenen Punkten.
Kingsbury hatte sich wie Quinn und Whitt erst 2024 den Commanders angeschlossen und stand noch ein Jahr unter Vertrag. Laut "ESPN" erhält er zudem noch Gehalt von den Arizona Cardinals, die ihn nach der Saison 2022 als Head Coach entlassen hatten. Kingsbury wird nun versuchen, einen der offenen Head-Coach-Jobs in der NFL zu erlangen.

Offensiv-Philosophie als Trennungsgrund
Kingsbury hat dem Vernehmen nach vor allem ein sehr gutes Verhältnis zu Quarterback Jayden Daniels gehabt, der unter Kingsbury im Vorjahr zum Offensive Rookie of the Year gewählt wurde. In diesem Jahr jedoch absolvierte er verletzungsbedingt nur sieben Spiele und verlor fünf davon. Dennoch war Daniels voll des Lobes für Kingsbury: "Ich liebe es, mit Kliff zusammenzuarbeiten", sagte Daniels am Montag. "Er und ich haben eine besondere Beziehung. Ich wünschte nur, ich hätte im vergangenen Jahr mehr für ihn auf dem Platz stehen können."
Medienberichten zufolge sollen Quinn und Kingsbury nun jedoch unterschiedlicher Ansicht gewesen sein, wie die Offense künftig aussehen sollte. Quinn soll den konservativen Ansatz bevorzugen, der mehr Run Game involviert, um die Uhr zu kontrollieren. Kingsbury dagegen versuchte damals in Arizona, die Air Raid Offense in die NFL zu holen, die er zuvor schon am College von Texas Tech erfolgreich gecoacht hatte. Ein grundlegender Unterschied.















