Die Denver Broncos haben sich an Weihnachten zu einem 20:13-Erfolg über die Kansas City Chiefs in Woche 17 der NFL gemüht und damit einen wichtigen Schritt Richtung Titel in der AFC West gemacht.
Chiefs @ Broncos: Auf einen Blick
- Die Broncos verließen sich trotz angespannter Personallage bei den Chiefs vor allem auf Ballkontrolle und lange Drives, sodass sie bis zum Schluss zittern mussten.
- Die Chiefs-Offense war über weite Strecken harmlos und eigentlich nur dann gefährlich, wenn die Special Teams und die Defense mithalfen.
- Travis Kelce baute eine besondere Serie weiter aus.
Chiefs @ Broncos: Der Spielbericht
Wenn man so will, spielten von Anfang an nur die Broncos. Entweder legten sie äußerst lange - jeweils mehr als acht Minuten - Drives hin, die vor der Pause mit zwei Field Goals endeten. Oder sie brachten die Chiefs mit einem Fehler in gute Position. Bo Nix nämlich warf eine Interception an die Seitenlinie in die Richtung von Lil'Jordan Humphrey. Cornerback Kristian Fulton fälschte den Ball ab und Linebacker Nick Bolton schaffte den akrobatischen Pick Ende des ersten Viertels.
Von der 35-Yard-Linie der Gäste marschierten die Chiefs dann gen Red Zone und Quarterback Chris Oladokun fand schließlich in seinem ersten NFL-Start Brashard Smith für einen 5-Yard-Touchdown-Pass zur überraschenden 7:3-Führung für die Chiefs. Zur Pause stand es schließlich 7:6 für Kansas City.
Nach der Pause kamen die Chiefs direkt noch zu einem 53-Yard-Field-Goal von Harrison Butker, weil die Schiedsrichter eine fragwürdige Pass Interference von Pat Surtain gegen Xavier Worthy ahndeten und damit einen eigentlich stockenden Drive verlängerten. Die Antwort Denvers: ein 14-Play-Drive, der dieses Mal sogar fast zehn Minuten andauerte. Am Ende lief Nix zu einem 9-Yard-Touchdown und brachte Denver wieder in Front.
Im vierten Viertel gelang Butker aus 47 Yards erneut der Ausgleich mit noch knapp acht Minuten auf der Uhr. Dieses Mal hatte ein 44-Yard-Punt-Return von Smith die Chiefs in eine gute Ausgangsposition gebracht. Im Anschluss legten die Gäste einen weiteren langen Drive hin und waren drauf und dran, einen 4th&2 tief in der Red Zone auszuspielen. Stattdessen brachten sie Chris Jones dazu, eine Neutral Zone Infraction zu begehen - die erste Strafe gegen die Chiefs im Spiel (!) -, und damit ein neues 1st Down zu erzeugen.

Harvey sorgt für Entscheidung
Das verlängerte diesen Drive und bei 3rd&Goal fand Nix schließlich RJ Harvey für einen kurzen Touchdown-Pass mit 1:50 Minuten auf der Uhr zur Entscheidung, denn im Gegenzug bewegten die Chiefs den Ball nochmal bis an die 25-Yard-Linie, doch weiter voran ging es nicht mehr.
Die Broncos sind damit in der Pole Position, was den Top-Seed in der AFC sowie den Titel in der AFC West angeht.
Denver Broncos (13-3) @ Kansas City Chiefs (6-10)
Ergebnis: 20:13 (3:0, 3:7, 7:3, 7:3) BOXSCORE
Chiefs @ Broncos: Die wichtigsten Statistiken
- Mit seinem ersten Catch im Spiel hat Travis Kelce seine Serie von Spielen mit mindestens einer Reception auf 190 Spiele ausgebaut. Es ist die längste aktive Serie der NFL.
- Oladokuns Touchdown-Pass im zweiten Viertel war sein erster überhaupt in der NFL.
Der Star des Spiels: Run Game (Broncos)
Es war keineswegs eine Glanzleistung der Broncos-Offense, doch das Run Game - und auch das Short-Passing-Game - sorgten dafür, dass die Broncos die Uhr kontrollierten und so die Luft aus diesem Spiel nahmen. Sie liefen für 129 Yards (4,2 im Schnitt) und waren damit kaum zu halten.
Der Flop des Spiels: Chris Oladokun (Quarterback, Chiefs)
Die Offense der Chiefs wirkte zahnlos und war nur dann halbwegs effektiv, wenn die Defense oder das Special Team eine sehr gute Feldposition bescherte. Oladokun (13/22, 66 YDS, TD) an erster Stelle zeigte, dass er womöglich nicht NFL-tauglich ist, warf nur kurze Pässe und war kaum ein Faktor.
Das Highlight des Spiels
Zwar reichte es nicht zum Sieg, doch die Co-Produktion zwischen Fulton und Bolton zur Interception in der ersten Halbzeit war das beste Play im Spiel.



































