Der FC Schalke 04 ist die herausragende Mannschaft der bisherigen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Königsblauen haben elf der 15 Saisonspiele gewonnen, rangieren mit vier Punkten Vorsprung auf Platz eins in der Tabelle. Dennoch vermeiden es die S04-Verantwortlichen partout, das Wort "Aufstieg" in den Mund zu nehmen. Warum ist das so?
Sportvorstand Frank Baumann stellte am Dienstag noch einmal klar, dass sich an der grundlegenden Erwartungshaltung und auch öffentlichen Kommunikation im Verein bis auf Weiteres nichts ändern werde: "Es ist kein Thema und würde uns nicht helfen, darüber zu sprechen", wurde der ehemalige Nationalspieler in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zitiert.
Die Gelsenkirchener sind eindeutig das stabilste Team in der bisherigen Zweitliga-Saison. Das liest sich nicht nur beim Blick auf die kassierten Gegentore ab, bei denen der FC Schalke mit Abstand am besten dasteht. Auch die Leistungen als solche unter Cheftrainer Miron Muslic stimmen und genügen den Ansprüchen eines Aufstiegsaspiranten, die Knappen wirken gefestigt wie seit Jahren nicht mehr.
Als klares Saisonziel wird die lang ersehnte Rückkehr in der Erstklassigkeit in dieser Saison aber auch weiterhin nicht formuliert. Der Druck auf Schalke soll überschaubar bleiben, die Mannschaft nicht mit einer neuen und erhöhten Erwartungshaltung überfrachtet werden, wie Sportvorstand Baumann erklärte.

Am Sonntag kommt der 1. FC Nürnberg zum FC Schalke 04
"Wir sind dahingekommen, wo wir jetzt sind, weil wir uns auf das konzentriert haben, was wichtig ist. Vor der Saison haben wir gesagt: Wir wollen weniger quatschen, sondern mehr machen. Darauf liegt unser Fokus. Damit sind wir gut gefahren. Es gibt keinen Grund, die Herangehensweise zu ändern", so der 50-Jährige, der selbst erst im Sommer in Gelsenkirchen als sportlich Verantwortlicher übernommen hatte.
Intern allerdings sieht die Situation nach "WAZ"-Informationen längst ganz anders aus. Hinter den Kulissen wird längst mehrgleisig geplant, um vor allem in Sachen Kader- und Gehaltsstruktur auf eine mögliche Bundesliga-Rückkehr nach drei Jahren vorbereitet zu sein.
In der 2. Bundesliga geht es für Königsblau am kommenden Sonntag (ab 13:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg weiter.
































