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Dresden mit DEL-Pleitenserie: "Keiner hat Selbstvertrauen"

Trevor Parkes und die Dresdner Eislöwen verlieren in der DEL ein Spiel nach dem anderen
Trevor Parkes und die Dresdner Eislöwen verlieren in der DEL ein Spiel nach dem anderen
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/ Hoepner
30. Oktober 2025, 14:20

Die Dresdner Eislöwen haben in der DEL die zwölfte Niederlage in Serie kassiert. Der Aufsteiger wirkt völlig überfordert.

Dresden/Köln (SID) Bei der siebten Pleite im siebten Heimspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verloren auch die Fans die Geduld. Die Dresdner Eislöwen lagen im Kellerduell mit den Nürnberg Ice Tigers mit 0:3 zurück, als die Zuschauer ihre Unterstützung einstellten. Nach zwei weiteren Gegentoren gellten Pfiffe durch die Arena, gefolgt von der Aufforderung: "Wir wollen euch kämpfen sehen!"

Am Ende verlor der Aufsteiger chancenlos 1:5, und Verteidiger Oliver Granz stellte ernüchtert fest, das Publikum sei derzeit "leider das Einzige, das erstklassig ist". Die Mannschaft ist es definitiv nicht, sie kassierte ihre zwölfte Niederlage in Folge, holte aus den ersten 15 Spielen nur einen Sieg und insgesamt fünf Punkte - der schlechteste Saisonstart eines Klubs in der DEL seit 18 Jahren. Mit nur 0,33 Punkten im Schnitt droht zudem die schwächste Ausbeute der Ligahistorie, die bislang die Starbulls Rosenheim 1997/98 verbuchten (0,34).

"Keiner hat Selbstvertrauen. Wir arbeiten dafür, aber das Glück ist auch nicht auf unserer Seite", sagte Granz bei MagentaSport. Mit fehlendem Glück allein lässt sich nicht erklären, warum der Neuling in der DEL dermaßen überfordert wirkt. Seit dem 6:3 am 18. September bei den ganz schwach gestarteten Löwen Frankfurt hat Dresden kein Spiel mehr gewonnen, zweimal erzwang der Aufsteiger eine Verlängerung, hielt gegen die Großen der Liga mitunter gut mit - aber ohne zählbaren Erfolg. Abwehrspieler Alec McCrea brachte die Lage auf den Punkt: "Während andere Teams einen Weg finden zu gewinnen und positive Momente zu erzwingen, finden wir regelmäßig einen Weg zu verlieren."

"Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren"

Längst hat auch die Diskussion um Trainer Niklas Sundblad begonnen. Der Schwede, der mit dem ERC Ingolstadt 2014 sensationell die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, sah trotz der Niederlagenserie auch zuletzt noch "einen Schritt nach vorne". Nach der Heimpleite gegen Nürnberg klang aber auch er frustriert: "Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren und im Mitteldrittel nicht gut gespielt. Es ist ein sehr enttäuschender Abend."

Die nächste Chance hat der Aufsteiger am Freitag (19:30 Uhr/MagentaSport) im Heimspiel gegen Frankfurt. "Wir müssen Ergebnisse abliefern, das ist ganz klar", hatte Sportdirektor Matthias Roos schon vor dem Nürnberg-Spiel der Sächsischen Zeitung gesagt und darauf verwiesen, dass sich seit Saisonbeginn die Zweikampfquote deutlich verbessert habe. Über den Trainer wollte er aber noch nicht reden, erst in der Deutschland-Cup-Pause in der kommenden Woche will er "das erste Zwischenfazit" ziehen.

Im Sommer hatte Dresden nach dem Aufstieg mit prominenten Neuverpflichtungen auf sich aufmerksam gemacht: Königstransfer war Torhüter Julius Hudacek, der in der vergangenen Saison die Kölner Haie mit seinen herausragenden Leistungen ins Finale geführt hatte. Der Slowake hat seinen Stammplatz inzwischen an den nachverpflichteten Finnen Jussi Olkinuora verloren und soll sich "Gedanken machen". Die Oldies Austin Ortega (31), Dane Fox (32) und Trevor Parkes (34) sind mit 18 der 32 Tore fast alleine für die Offensive zuständig, die Leistungsträger aus dem Aufstiegsjahr haben den Sprung in die DEL meist nicht bewältigt.

Immerhin: Dresden steht nicht alleine im Keller, die Iserlohn Roosters, die elf ihrer letzten zwölf Spiele verloren, sind nur drei Punkte entfernt.

44. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Kölner Haie
Kölner Haie
Kölner Haie
1
0
1
0
Löwen Frankfurt
Löwen Frankfurt
Frankfurt
4
0
0
4
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Augsburger Panther
Augsburger Panther
Augsburg
2
0
1
1
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
Berlin
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
Bremerhaven
2
0
1
1
0
Grizzlys Wolfsburg
Grizzlys Wolfsburg
Wolfsburg
3
0
1
1
1
19:30
Di, 27.01.
n.V.
Beendet
ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt
Ingolstadt
4
0
3
1
Dresdner Eislöwen
Dresdner Eislöwen
Dresden
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Iserlohn Roosters
Iserlohn Roosters
Iserlohn
1
0
1
0
Adler Mannheim
Adler Mannheim
Mannheim
2
1
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Straubing Tigers
Straubing Tigers
Straubing
3
1
1
1
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg
1
0
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Schwenninger Wild Wings
Schwenninger Wild Wings
Schwenni.
3
0
2
1
EHC München
EHC München
München
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Kölner HaieKölner HaieKölner Haie443103811168:11256101
2Adler MannheimAdler MannheimMannheim4426131121156:1045289
3ERC IngolstadtERC IngolstadtIngolstadt4425321400176:1225485
4EHC MünchenEHC MünchenMünchen4425211312149:1113884
5Straubing TigersStraubing TigersStraubing4426111510153:1233083
6Fischtown PinguinsFischtown PinguinsBremerhaven4420311811137:136170
7Eisbären BerlinEisbären BerlinBerlin4417421722143:140367
8Grizzlys WolfsburgGrizzlys WolfsburgWolfsburg4418201833132:123964
9Nürnberg Ice TigersNürnberg Ice TigersNürnberg4417202113138:147-959
10Schwenninger Wild WingsSchwenninger Wild WingsSchwenni.4416032230122:135-1357
11Augsburger PantherAugsburger PantherAugsburg4412321953124:154-3054
12Iserlohn RoostersIserlohn RoostersIserlohn4411322512106:140-3446
13Löwen FrankfurtLöwen FrankfurtFrankfurt4411202623106:169-6342
14Dresdner EislöwenDresdner EislöwenDresden44511334086:180-9423
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  • Abstieg
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Torjäger 2025/2026

#NamePenaltyTore
1Eisbären BerlinLiam Kirk030
2ERC IngolstadtRiley Barber026
Kölner HaiePatrick Russell026
4Nürnberg Ice TigersSamuel Dove-McFalls022
5Straubing TigersNick Halloran020