Bayern-Coach Vincent Kompany hat sich nach dem 6:0-Erfolg über RB Leipzig lobend zur Leistung von Serge Gnabry geäußert. Der langjährige TV-Kommentator Marcel Reif sieht in dem 30-Jährigen sogar einen "Neuzugang".
"Das ist sein Niveau", stellte Vincent Kompany nach dem fulminanten Bundesliga-Auftakt des FC Bayern klar, als er auf die starke Leistung von Nationalspieler Serge Gnabry angesprochen wurde. Der Offensivspieler werde gemeinhin "unterschätzt", er sei überhaupt nicht überrascht über den guten Auftritt.
Der DFB-Auswahlspieler hatte auf der Position im zentral-offensiven Mittelfeld die Tore zum zwischenzeitlichen 2:0 und 3:0 seiner Teamkollegen Luis Díaz und Michael Olise vorbereitet. Auch sonst war Gnabry im direkten Kombinationsspiel immer einen Schritt schneller als die Gegenspieler. "Scheint großen Spaß an der neuen Rolle zu finden", hieß es in der sport.de-Einzelkritik zur Partie gegen Leipzig.
Doch: Geht es nach dem langjährigen Bundesliga-Kommentator Marcel Reif hatte sich die Top-Leistung von Serge Gnabry zum Saison-Auftakt allerdings nicht angebahnt. Dass der Münchner nicht konstant auf allerhöchstem Niveau performe, sei "das Schlimme" und letztlich auch "die Kehrseite der Medaille", wie er in der "Bild"-Sendung "Reif ist live" ausführte.
Reif sei schon "lange dabei" und habe Gnabry "von Anfang an" beobachtet: "Ich erinnere mich an ganz große Spiele. Aber ich erinnere mich auch an lange Phasen, wo er auch auf dem Spielberichtsbogen stand - aber das war's dann auch. Weil er das, was er kann, nicht eingelöst hat."
FC Bayern: Reif sieht kaum "Interpretationsspielraum" bei Gnabry
In der Vergangenheit habe es nicht "furchtbar viel Interpretationsspielraum" gegeben, wenn man die Leistungen des 51-fachen deutschen Nationalspielers (22 Tore) beurteilt hat. "In vielen Spielen" habe Gnabry unauffällige Leistungen gezeigt: "Das ist nicht verborgen geblieben. Aber das ist mit großem Vergnügen Schnee von gestern: Wenn du ihm zugeguckt hast, wie er die Position ausgefüllt hat ... Dadurch hast du wieder eine Option auf der Zehn und außen und in der Spitze kann er ja spielen. Ein Neuzugang."
Serge Gnabry hatte in der vergangenen Saison verletzungsbedingt 27 Liga-Spiele bestritten, nur 13 Mal stand er in der Startelf. Dennoch kam er auf beachtliche zwölf direkte Torbeteiligungen kam. Aufgrund der schweren Verletzung von Jamal Musiala und den Abgang von Paul Wanner kam er gegen Leipzig nicht auf dem Flügel, sondern in zentraler Position zum Einsatz.




























