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Nagelsmann adelt BVB-Star: "Außergewöhnlich"

30.05.2026 15:02 | 3:42m
Im Interview mit RTL/ntv und sport.de spricht Bundestrainer Julian Nagelsmann über das Erfolgsrezept für die anstehende WM. Sonderlob gibt es für Felix Nmecha und Lennart Karl.
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Julian Nagelsmann. Danke für Ihre Zeit. Sie haben von der Familie gesprochen. Auf dem Platz. Welche Werte wären toll für eine erfolgreiche WM? Was muss die Mannschaft zeigen?
Ja. Ein anderer Leitsatz ist Füreinander spielen, nicht nur miteinander. Ich glaube, das besagt viel. Kannst du miteinander etwas machen? Und so ein bisschen nebenher laufen und mal deinem Leben einen Pass spielen. Wenn du füreinander spielst, dann besagt dieses kleine Wort für schon viel, dass du einfach alles auch wieder nebenan investierst, dass du ihm alles gönnst, dass du ihm immer das Gefühl gibst, den Rücken zu stärken. Es geht natürlich auch darum, mal Momente im Spiel zu ertragen, wo vielleicht was nicht gut funktioniert oder wo er einen Fehler macht. Und ihnen natürlich dann auch mit dieser, mit diesem negativen Erlebnis nicht allein zu lassen, sondern er dann vielleicht noch mal ein Stück mehr zu investieren, um um den Fehler auszumerzen. Und ich glaube, viele kennen eine gut funktionierende Familie und wissen, um was es da geht und was es für Werte gibt. Klar spielen auch ganz einfache Dinge mit rein, wie Pünktlichkeit bei Besprechungen, dass man einfach allen auch den nötigen Respekt zollt und denen, die die Besprechung vorbereiten, denen, die die Besprechung halten, aber denen auch denen, die da sitzen und zuhören und schon vielleicht länger sitzen als ein ganz kleines Beispiel. und immer auch eine gute Mischung zu haben, finde ich aus aus dem nötigen Spaß, aber eben auch eine Kultur, eine offene Meinung. Das ist ganz wichtig, dass wir in diesen acht Wochen uns auch immer alles ins Gesicht sagen, wenn wir was gut funktioniert. Aber auch wenn etwas nicht gut funktioniert, ohne dass wir beleidigt sind, sondern immer mit einem positiven Sinn im Sinne der Sache. Das sind verschiedene Dinge, die zu einer gut funktionierenden Familie dazugehören.
Felix Mädcher haben Sie geadelt. Weltklasse spielt morgen dann auch. Was macht Ihnen aus Ihrer Sicht mit dieser Qualität so stark?
Ja, er hat auf jeden Fall Weltklasse Potenzial. Am Ende geht es um das Potenzial immer auf den Platz bringt. Ich finde, er hat einfach eine unglaubliche Dynamik und Athletik mit einer unglaublichen Körpergröße und einer Technik, die schon sehr, sehr sehenswert ist. Und die Kombination aus 35 Kilometer Stunden und der Ballbehandlung und Dynamik und dann trotzdem auch noch die Größe. Das ist schon außergewöhnlich. Das hast du nicht ganz so oft. Er hatte leider ein paar Verletzungen in seiner Karriere. Jetzt schon. Das wäre, glaube ich, schon ein bisschen weiter, auch im Status. Auch bei der Nationalmannschaft hat er noch nicht allzu viele Länderspiele. Mit 25 vom Talent her könnte er auch schon 80 90 haben, glaube ich. Da kamen dann verschiedene Dinge dazu. Aber ich glaube, er ist einer, der ein Unterschiedsspieler sein kann. Für uns und in Dortmund extrem Fuß gefasst spielt immer. Das finde ich auch. Damit immer der auffälligste Spieler. Als er gesund war und ich traue ihn bei uns ganz, ganz viel zu.
Lennart Karl gibt es noch nicht vom Hersteller. Sie zaubern ihn aus dem Hut. Julian ist ein Spieler. Da freut sich, glaube ich, jeder drauf. Was sehen Sie in ihm? Was? Was ist er Nicht nur der kleine kleine Schwerpunkt. Usw. Was? Was Erleben Sie ihn?
Er ist auf jeden Fall ein Spieler, der immer im torgefährlichen Raum ist. Das ist der Schlüssel, warum ich ihn super interessant finde. Weil er einfach natürlich auf der Seite, wenn er den Ball am Fuß hat, viel auslösen kann mit Dribblings eben wegen seinem tiefen Schwerpunkt schwer vom Ball zu trennen. Aber er ist auch ballfern, immer im torgefährlichen Raum und ganz oft auch bei Bayern. Wenn Situationen den Ball in der Box runterfällt, dann ist er ganz präsent und sammelt die auch ein. Und das ist schon eine gute Gabe von einem jungen Spieler, eben weil er nicht nur zuzugucken und zu schauen, was auf der anderen Seite passiert, sondern eben vorzubereiten und ein Gespür dafür zu haben, wo die Bälle vielleicht auch runterfallen, wo ich dann auch mal einfache Tore, einfache Vorlagen machen kann. Klar, es lastet jetzt nicht extremer Druck auf ihm, weil er ein junger Spieler ist, der frei von der Seele weg spielen darf und spielen wird. Aber das ist auch sein großes Gut, dass er das einfach hat.
Vielen Dank. Gerne.