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(M)

Reck: Schalke darf keine Fahrstuhlmannschaft werden

03.05.2026 09:52 | 3:26m
2026/2027 darf der FC Schalke 04 wieder in der 1. Bundesliga ran - der frühere Knappen-Keeper Oliver Reck freut sich, warnt aber auch vor den künftigen Herausforderungen.
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Und ich begrüße im Studio Oliver Reck, ehemaliger Torwart von Schalke und langjähriger Trainer. Schön, dass du da bist. Hallo.
Guten Morgen.
Das sind ja gestern. Alle Dämme gebrochen. Wie hast du das erlebt?
Ja, ich glaube, das ist eine Geschichte. Es hat drei Jahre gedauert. Diese zweite Liga war lang genug. Schalke hat danach gesehnt, wieder in die erste Liga zu kommen. Und ein furioses Jahr gespielt, muss man ganz klar sagen. Diese Runde war toll. Vom ersten Spieltag an hat man versucht, die Liga zu dominieren und zu beherrschen. Und es ist geglückt. Zum Glück.
Schalke hat harte Jahre hinter sich. Du hast es gesagt, Jetzt sind sie wieder erstklassig. Welchen Anteil daran hat der Trainer?
Einen sehr, sehr großen Anteil garantiert, weil der Trainer gibt nun mal die, die Vorgaben hat, diesen ganzen Staff im Griff. Das ist auch wichtig, dass der ganze Staff funktioniert, aber nicht nur der Trainer alleine. Klar, war mir schon wichtig und sehr wichtig, aber ich glaube, Frank Baumann als Sportvorstand war schon mit die entscheidende tragende Säule. Auch, dass Schalke jetzt wieder dort ist, wo sie hingehören in die erste Liga.
Die Fankultur ist ja so besonders. Es gab ja vorher schon einen Fanmarsch. 20.000 Menschen haben daran teilgenommen. Was macht das so besonders? Dieses Schalke Feeling.
Das muss man erlebt haben. Muss man da gewesen sein. Schalke ist schon was Besonderes. Es ist ein sehr aufgeregter Verein.
Was heißt das?
Aufgeregter Verein, meine ich Damit das klar, wenn es positiv ist, wie jetzt gerade, feiern alle mit, sind alle dabei sind, freuen sich alle mit diesem Klub. Aber wenn es in die andere Richtung schlägt, sind sie genauso aufgeregt. Das heißt, man hat ja auch andere Erfahrungen gesammelt mit Abstiegen, mit Niederlagen, die wichtig waren, wo man zusammen gestanden ist. Auch das zeichnet Schalke vier aus. Weil im Sport gibt es nur Sieg und Niederlage.
Jetzt sind Sie wieder in der ersten Klasse in der Bundesliga. Jetzt gibt es aber auch eine neue Aufgabe. Denn wie hält man sich denn da in der Bundesliga? Was muss sich jetzt noch verändern? Wie begeht man diesen neuen Weg?
Ja, man muss versuchen, Kontinuität reinzukriegen. Also eine Fahrstuhlmannschaft möchte Schalke nicht sein. Man möchte ganz gerne langfristig in der Bundesliga wieder sein. Und dazu gehört es jetzt auch, wichtige Entscheidungen zu treffen, was hinsichtlich des Kaders im nächsten Jahr betrifft. Klar ist Schalke dieses Jahr für die zweite Liga top aufgestellt gewesen. Gerade in der Winterpause hat Frank Baumann mit diesen vier Neuverpflichtungen, die man noch dazu geholt hat im Winter. Jeder war ein Treffer. Muss man ganz klar so sagen. Aber das gehört jetzt auch wieder dazu. Man muss a Einnahmen generieren. Man muss vielleicht den einen oder anderen Spieler loswerden, nicht loswerden, sondern Einnahmen erzielen, um dann schlussendlich auch wieder in die Mannschaft zu investieren. Und das ist das Große. Die große Gefahr, das große Hindernis. Und da ist Frank Baumann wieder mit seinem Team gefragt, jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Und eine Entscheidung haben sie ja getroffen. Denn der Trainer wurde schon verlängert bis 2028. Richtige Entscheidung?
Absolut. Weil Miro hat das in diesem Jahr wirklich toll gemacht, muss man klar sagen. Er hat nicht nur den Puls der Mannschaft und des Vereins getroffen, sondern auch der Fans. Das ist wichtig, dass man auf Schalke die Fans mitnimmt, dass man erkennt, wie wichtig diese Fans sind. Weil Schalke vier wird nicht ohne Fans funktionieren. Und ich glaube, das ist eine wichtige Herangehensweise gewesen, dass man gesagt hat Klar, die Kabine ist wichtig, aber auch wir müssen ein Band binden mit den Fans zusammen. Das hat er auch diesmal gelöst.
Oliver Reck Ganz herzlichen Dank für diese Einblicke und schön, dass du heute da warst.