Alexander Zverev hat erneut gegen Tennis-Superstar Jannik Sinner verloren. Ex-Profi Philipp Kohlschreiber glaubt: So richtig dran geglaubt hat der Hamburger von Beginn an nicht an seine Chancen.
Ich glaube, da gibt es zwei Sachen ein. Einmal ist Alexander Zverev relativ langsam, also schleppend in das Match gestartet und auf der anderen Seite ein Yannick Zinner, der richtig mit Dampf losgelegt hat. Und ich, Ich weiß gar nicht. Die ersten drei Spiele gingen so schnell weg, waren gleich zwei Breaks, sozusagen das Doppelbreak. Ja, so schnell konnte das noch gar nicht ins Match reingehen und da hat er schon zugeschlagen und hat eigentlich schon Riesenschritte Richtung Finale eingeschlagen. Es war für mich in dem Sinne ein bisschen entscheidend, dass ich nie das Gefühl hatte und ich glaube, ich spreche jetzt mal so aus Lagersteine. Ich hatte nie das Gefühl, dass er heute an seinen Sieg geglaubt hat. Dann hilft natürlich so ein Start auch nicht. Plus Ein Yannick sind die letzten. Ich weiß gar nicht, glaube ich sieben Matches in Folge gegen Alexander Zverev gewonnen hat. Da wächst das Selbstvertrauen natürlich noch mehr, obwohl er auch ein bisschen angeschlagen ist. Er hat eine leichte Erkältung, man hat auch mal ganz kurz dieses Taschentuch an seiner Box gesehen, aber hat es eben nicht geschafft, von Anfang an das Match richtig physisch zu machen, taff zu machen und deswegen war das für mich so ein kleines Zeichen. Ich glaube heute nicht dran und deswegen war es auch ein sehr deutlicher Sieg. Das muss man, glaube ich, ganz klar so sagen. Die zwei spielen in ihrer eigenen Liga. Dann kommt Alexander Zverev, der auch in seiner eigenen Liga spielt, der, eigentlich muss man sagen eine super Saison spielt, hinter ihm auch keinen wirklichen Druck verspürt. Also wir können auch absolut froh sein, dass wir ihn haben, weil wenn man es jetzt mal ein bisschen kompletter sieht Tennis Deutschland ist momentan nicht so gut aufgestellt. Wir können sehr froh sein, dass wir Alexander Zverev haben. Er ist die Nummer drei der Welt. Leider gibt es zwei Leute, die ein Jahr nix Angstgegner und das der aber dann doch irgendwie auch momentan schafft, sich immer noch mal rauszuziehen. Und das ist natürlich sehr schade und bitter für ihn. Ich glaube, es müssen die perfekten Bedingungen sein. Alexander Zverev hat ja in Monte Carlo noch nie das Finale erreicht. Halbfinale war das Beste oder das Höchste der Gefühle. Heißt die Bedingungen sind relativ langsam. Er nimmt es als Schwung als erstes Turnier in die Sandplätze so gerne mit. Er wohnt ja auch in Monte Carlo. Aber es sind nicht seine besten Bedingungen, wenn wir ein bisschen weiter schauen. Madrid Schneller sicherlich mehr Bedingungen für ihn. Und wenn man noch einen Blick weiter riskieren, dann kommen die French Open mit einer der schnellsten Sandplatzbedingungen. Ganz feine Asche. Nicht so vorstellbar wie in Deutschland, wo es recht grobkörnig ist. In Paris ist es wie Puderzucker, sehr rutschig, sehr schnell. Sascha wird da auch geliebt. Wir wissen gegen Nadal diese wirklich schlimme Verletzung. Da hat er sich auch durch den Kampfgeist der letzten Jahre immer wieder in die Herzen der Pariser Fans und Zuschauer natürlich auch gespielt. Die tragen ihn da ein Stück weit mehr als Publikumsliebling. Heute ist keine Stimmung aufgekommen und eben, wie gesagt, in Paris sind die Bedingungen schnell. Und da, glaube ich, kommt auch dieses Vertrauen, mehr zu sagen. In diesem Szenario kann ich die beiden besten Spieler der Welt schlagen.