Nach den Ausschreitungen in Dresden entfacht einmal mehr eine Debatte über die Sicherheit in den Stadien. 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster hält davon nichts.
Wir haben diese Debatte schon seit langer Zeit, eigentlich seit vielen Jahren. Es heißt ja auch immer, dass die Stadien immer unsicherer werden. Das halte ich persönlich für Quatsch. Wir haben unzählige Kameras, die auf die Rängen gerichtet sind. Wir wissen, dass personalisierte, personalisierte Tickets nichts bringen, weil sie natürlich konkrete Ausschreitungen nicht verhindern. Und ich glaube, dass man insgesamt mal diese ganze Debatte etwas entmilitarisieren muss. Einerseits nicht immer wieder neue Forderungen von der Innenministerkonferenz, andererseits vernünftige Polizeikonzepte und Dialog mit den Anhängern, aber natürlich auch Selbstverantwortung der Anhänger. Sie müssen selber auch dafür sorgen, dass, wenn solche Ausschreitungen gibt, es eine Aufarbeitung in den Fanblöcken gibt und dass sowas in Zukunft verhindert wird. Also mehr Dialog miteinander sprechen, aber eben auch klare Regeln im Stadion. Klar ist solche Jagdszenen sind nicht üblich. Ich kann mich im letzten Jahr nicht an eine einzige Szene erinnern, wo Fans über den Rasen zum gegnerischen Fanblock gelangt sind. Insofern natürlich auch eine besondere Problematik in Dresden. Aber klar ist eben auch, was alle gesagt haben Solche Szenen gehören nicht ins Stadion und gehören natürlich auch verfolgt.