Wir schalten nach Italien zu unserem Reporter Udo Gümpel. Udo, wie schwer ist denn heute Morgen Italiens Fußballherz? Also das Fußballherz ist am Boden. Tut die Agasa, wie er eben gerade berichtet hat. Das ist der Corriere della Sport, und das Land weiß gar nicht mehr, was es dazu noch sagen soll. Es fegt jetzt gerade ein eiskalter Wind durch das Land. Das Land ist wie gelähmt, und im Grunde genommen begreifen die meisten Sportfans, die der Azzurri wie er auch gewünscht haben, auch mal wieder zur WM zu kommen und wird es insgesamt 16 Jahre dauern, bis sie das nächste Mal dabei sind? Es ist ja schon eine Generation. Es fehlt einfach an jungen Spielern, die in den Mannschaften der Serie A überhaupt eine Chance kriegen. Also so ein, so ein, so ein, so ein, so ein Verein wie der FC Bayern München, der unter 18-jährige massenhaft, sagen wir mal aufs Feld schickt, das gibt es hier gar nicht. Die jungen Leute haben gar keine Chance, hier zu spielen. Und es werden fertige Champions eingekauft. Und das ist das, was die meisten hier über dieses Desaster, diese Apokalypse, wie Sie es nennen, sagen. Udo welche Konsequenzen könnte diese erneute Blamage denn jetzt auch für die Zukunft der italienischen Nationalmannschaft, vielleicht auch mit Blick auf den Trainer haben? Ja, natürlich. Rino Gattuso hat sich ausgeknurrt. Er heißt ja hier der Knurrer, weil er so ein bisschen wie so ein Bulldogge immer die Leute vor sich her geschoben hat. Aber es wird sicherlich auch im Verband der Gavina, der Verbandspräsident, ja, der wird mutmaßlich auch gehen müssen, weil hier muss das ganze System neu aufgestellt werden. Die jungen Leute müssen eine Chance bekommen, überhaupt mal in den Mannschaften zu spielen. Das geht also den ganzen Fußball an, auch die Vereinspräsidenten, die lieber junge Leute hochziehen und sie dann teuer verkaufen. Also das System Fußball in Italien ist krank.