24 Jahre ist sie her, die letzte WM Teilnahme der Türkei. Eine Durststrecke, die möglichst enden soll. Der Istanbuler Besiktas Park bereit zum Äußersten. Im Weg steht erst mal Rumänien. Und er hier Mike A. Lucescu, mit bald 81 Jahren der älteste Nationaltrainer der Welt. Das Ziel des selbsternannten Fußballuropas Die Türkei alt aussehen lassen. Und das gelingt anfangs. Die Rumänen setzen einen ersten Nadelstich. Jannis Haji, plötzlich frei im Strafraum und vermutlich selbst überrascht, trifft erst nur bedingt im zweiten Versuch nur den Kopf von Verteidiger Yüksek. Ansonsten spielt nur die Türkei. Das Problem Wie knackst du einen so tief stehenden Gegner? Genau, mit hohen Ballgewinn. Yilmaz nimmt Fahrt auf, findet Güler. Die beste Gelegenheit in Halbzeit eins. Das gelbe Bollwerk aber steht zur Pause. Es braucht rote Lösungen, und die hat dann einer. Zurücklehnen und genießen. Es folgt ein Wunder zum Spiel von Ataküla. Kardiologie vollendet. Die Türkei nach 53 Minuten erlöst das Auge vom Real Madrid Mann. Allerliebst der Pass dann passend königlich. Und auch Guardiola bringt technisch fein zu Ende. Die Türkei führt und die Rumänen müssen was tun. Tun sie auch. Quasi im Gegenzug Flanke Tohuwabohu im türkischen Strafraum. Dann ist Haji völlig frei. Beinahe der direkte Ausgleich. Es ist jetzt ein packendes Fußballspiel, in dem die Türkei nachlegen will. Kenan Yildiz nimmt Maß. Der Flügelspieler von Juventus Turin, wie immer umtriebig, trickreich, aber hier im Alupeich auch Adagüler, ist wenig später noch mal nah dran am zwei zu null. Er hier aber glaubt noch an was. Das Team von Lucescu hoch unterlegen, Doch eben nur ein Tor hinten und dann tatsächlich noch mit der Riesenchance. Stuntshow an den Innenpfosten. Der Nachschuss an den Aussenposten hätte wegen Abseits nicht gezählt. Schluss, aus, vorbei. Dank eines genialen Gyula Moments ist die Türkei nur noch einen Schritt von der WM entfernt.