Ganz Italien bibberte. In Bergamo geht's um nicht weniger als das Schicksal der Squadra Azzurra. Bloß nicht noch eine WM verpassen. Es wäre die dritte in Folge. Kaum auszudenken für so eine stolze Fußballnation. Doch klar ist auch Ein Selbstläufer wird es nicht gegen Nordirland. Die Gäste, bekannt für ihre giftige Spielweise. Da hilft eine frühe Führung, die Marco aus spitzem Winkel scharf hinein. Der Abpraller fällt fast tonali vor die Füße. Aber eben nur fast. Druck kann beflügeln, aber auch lähmen. Letztere scheint danach der Fall. Italien fällt absolut nichts ein. Viel mehr als dieser Kopfball von Bastoni ist nicht in Halbzeit eins. Die Angst vor der Katastrophe greifbar. Trainer Gennaro Gattuso in der Kabine aber offenbar ein guter Psychologe. Italien in Hälfte zwei druckvoller, Nordirland dagegen fehlerhaft. RETEgie auf dem Weg zur Führung. Schwacher letzter Kontakt. Zu weit vorgelegt. Die Quittung Schmerzvoll. Doch Chancen gibt es jetzt im Minutentakt. Ballgewinn, Umschaltspiel. Alles viel schneller Mäusken. Knapp vorbei. Italien spürt Jetzt geht was. Nächste Welle. Nordirland in den Seilen. Und so klingt es dann, wenn alles abfällt. Price, hier unfreiwilliger Vorlagengeber für Tonali und viel mehr Überzeugung, kannst du nicht in einen Schuss legen. Eins zu null. Was macht Nordirland? Oder besser gesagt was macht Donna Roma? Der weltklasse Torwart. Von allen guten Geistern verlassen? Ohne Folgen. Richtig Morgenluft kann das Team von Michael O'Neill danach nicht mehr wittern. Erst recht nicht, weil Moleskin dann endgültig den Deckel drauf macht. Der Stürmer, oft kritisiert hier ganz smart zum zwei zu null die WM in Sicht. Italien fürs Erste erleichtert.