In drei Monaten steigt die WM in Kanada, den USA und Mexiko. Vor dem ersten Testspiel des Jahres gegen die Schweiz am Freitag (20:15 Uhr bei RTL) blickt DFB-Kapitän Joshua Kimmich gegenüber RTL/ntv und sport.de exklusiv voraus auf das Turnier.
Joshua. Sind Sie bereit für die WM? Muss ich das jetzt schon sein? Ihre Antwort. Also generell bin ich immer bereit. Aber ich glaube, die. Die März Länderspiele sind sehr wichtig für uns jetzt. Aber es bringt nichts, jetzt bereit zu sein und dann nicht bereit zu sein, wenn es losgeht. Bei uns im Fußball ist das Schöne vielleicht auch das Schwierige, dass man alle drei Tage bereit sein muss. Und so bereiten wir uns auch darauf vor. Haben Sie Zweifel an was? An dem Ziel, an der Nationalmannschaft, was die hohen Ziele angeht? Nein, Also an der Nationalmannschaft überhaupt nicht. Natürlich gibt es Ansprüche von außen. Es gibt Ansprüche, die man an sich selbst hat, Ansprüche, die wir als Team definieren. Und natürlich hat man immer große Ziele und man kann auch scheitern. Aber wir machen uns keine Gedanken über das Scheitern, sondern über die Chance, Dinge zu erreichen. Und die Chance ist, glaube ich, riesengroß für uns als Mannschaft Und daran sollten wir glauben. Welche Erwartungen haben Sie an das Team? Auch da haben Sie eben auch darüber gesprochen. Machen Sie es mal konkret. Sie sagen, Der beste Kader ist gar nicht so wichtig. Das beste Team ist entscheidend. Auch mit Ihrer Erfahrung. Woran machen Sie das fest? Was muss sich entwickeln? Es muss sich natürlich ein gewisses Zusammenspiel auf dem Platz entwickeln. Tatsächlich ist es meistens so, dass ein Team dann enger zusammenrückt, wenn positive Ergebnisse da sind. Und es ist nicht so, dass uns dann am Ende ein Mannschaftsabend weiterbringt oder dieses Geschwätz, was man manchmal hört, dass man ein Bier miteinander trinken soll. Sondern am Ende ist die Arbeit auf dem Platz entscheidend. Und da muss sich jeder diesem großen Ganzen unterordnen und auch schon im Training alles dafür tun, dass wir mit einem guten Gefühl in die Spiele gehen, dass wir positive Spiele haben. Dann werden wir die Spiele analysieren, werden unsere Schlüsse daraus ziehen, werden Dinge anpassen und dann ins nächste Spiel gehen und uns so peu a peu entwickeln. Und die Erwartungshaltung ist schon, dass wir da beständiger werden, dass wir da ein bisschen mehr Kontinuität reinbekommen, dass wir da einfach stabiler werden. Ich habe es vorhin schon angesprochen, dass ich da das letzte Länderspiel schon in der Art und Weise sehr, sehr gut fand. Und wenn wir, je öfters wir diese Art und Weise auf den Platz bekommen, desto wahrscheinlicher wird es auch Spiele zu gewinnen. Ist das diese Bereitschaft, alles zu geben und auch der Wille zu gewinnen? Ja, zum einen Wille und Bereitschaft, aber zum anderen auch Bewußtsein, dass wir diesen Willen und diese Bereitschaft brauchen. Es ist nicht so, dass wir in die Spiele gehen können und mit mit 80 % oder mal nebenher die Gegner wegspielen können. Da sind wir nicht in der in der Verfassung dazu. Da haben wir auch nicht die Stabilität dazu, sondern diese Stabilität, die müssen wir uns erst mal erarbeiten. Und dafür brauchen wir das Bewusstsein von jedem, dass man dafür alles geben muss. Und auch dafür ist es wichtig, dass jeder weiß, dass diese Spiele jetzt auch wirklich für unsere Entwicklung entscheidend sind. Das heißt, den Traum vom Titel, das bringt nichts, das ist zu weit weg. Also das zieht. Dann. Sieht sie. Nicht jeder haben und das kann dann auch auf lange Sicht irgendwo motivieren und anspornen. Trotzdem bringt das Träumen einen im Moment nicht weiter, sondern eher das Machen. Und im Moment müssen wir uns auf das konzentrieren. Was muss anders werden? Auch man lernt ja, glaube ich, auch aus diesen einschneidenden Erlebnissen, auch wenn sie jetzt in der neuen Rolle was muss anders sein, wo Sie sagen als Erfolgsmensch, dann haben wir eine größere Chance zu gewinnen. Dass wir uns dem bewusst werden, dass die WM nicht erst mit dem ersten Spiel startet, sondern schon vorher schon mit dem Weg dorthin. Und auch diese beiden Spiele sind entscheidend auf dem Weg dorthin, dass wir uns, dass wir uns entwickeln, dass wir uns als Team weiterentwickeln, dass wir den nächsten Stepp gehen. Und dann wird es vor allem im ersten Spiel entscheidend sein, dieses zu gewinnen. Weil das ist uns in den letzten WMs leider nicht gelungen. Haben wir genügend Qualität? Joshua Ja, absolut ja. Woran machen Sie das fest? An der Qualität, die ich jeden Tag auf dem Platz sehe, die ich dann auch zwischen den Länderspielen in den Vereinen sehe. Da bin ich davon überzeugt, dass wir, dass wir genügend Qualität haben, um dann auch ein sehr gutes Team zu bilden.