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Deshalb ergibt der Kehl-Abschied Sinn

22.03.2026 13:52 | 2:13m
Sebastian Kehl ist nicht länger Sportdirektor von Borussia Dortmund. BVB-Experte René Langhoff ordnet die Entscheidung ein.
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Das lasse ich mir einschätzen von unserem Dortmunder Experten Rene Langhoff. Rene Ja, wie überraschend ist diese Personalie.
Also der Zeitpunkt, der ist insgesamt schon überraschend. Aber wenn man sich ein bisschen mehr damit beschäftigt, dann macht das schon Sinn. Und dann ergibt das ein klares Bild. Sebastian Kehl wollte immer mehr Macht, mehr Einfluss haben bei Borussia Dortmund. Er wollte 2024 eigentlich auch Geschäftsführer Sport werden. Das hat er öffentlich klar formuliert. Stattdessen hat man ihm ja in Anführungsstrichen Lars Ricken da vor die Nase gesetzt. Dann kam noch Sven Mislintat dazu, der Kaderplaner wurde und ihm an die Seite gestellt wurde, Wo man sich auch gefragt hat Wieso braucht der BVB denn einen prominenten Kaderplaner, wenn man denn einen Sportdirektor hat, der sich doch eigentlich um diese Kader Themen kümmert. Also man hatte immer irgendwie das Gefühl, dass da nicht so dieses hundertProzentige Vertrauen ist und dass das eben keine große Liebesbeziehung mehr ist zwischen Sebastian Kehl und Borussia Dortmund. Gleichzeitig gab es öffentlich immer wieder Kritik für Transfers, die nicht gemacht wurden, für Transfers, die gemacht wurden. Und ehrlicherweise war das nicht immer ganz fair, denn Sebastian Kehl fehlte oft die Entscheidungsgewalt, um seine Themen durchzubringen. Und öffentlich gab es dann auch nicht so den Schutz vom BVB, dass man mal gesagt hat, der kann da jetzt eigentlich nichts dafür. Das blieb dann auch oft aus. Und wenn man das alles so zusammennimmt, dann ist das schon eine Entscheidung, die Sinn macht und die nachvollziehbar ist und dann letztlich auch folgerichtig ist.
Er selbst spricht von dieser großen Verbundenheit aber zu dem Verein Viele, viele gemeinsame Jahre. Mit welchem Gefühl, glaubst du, verlässt er jetzt Dortmund? Wie ist seine Bilanz?
Da wird jede Menge Wehmut dabei sein. Ganz sicher. Sebastian Kehl war über 20 Jahre beim BVB, war Kapitän als Spieler, ist Deutscher Meister geworden, Pokalsieger. Da waren unheimlich viele tolle Erlebnisse, sportlich mit mit dem Verein. Er war als Spieler Anführer, Wortführer einer mit viel Macht und Einfluss. Und das hat er eben in dieser Sportdirektorrolle nicht so ausführen können, nicht so ausführen dürfen. Und deshalb hat er sicherlich das Gefühl, jetzt beruflich einfach noch mal was Neues machen zu können. Es wird ja im Moment spekuliert beim HSV suchen Sie einen Vorstandsvorsitzenden. Das wäre so eine machtvolle Rolle bei einem großen deutschen Traditionsverein. Und da wird Sebastian Kehl ja auch immer wieder genannt. Das würde Sinn machen, denn da hätte er all das, was er beim BVB in den letzten Jahren nicht bekommen hat.