Der Puls war sicher oben, denn man wusste ja, dass die Startphase einige Überraschungen bringen wird, was ja auch der Fall war. Und dann? Natürlich war das wie zwei Red Bull Autos da ganz vorne mit dabei waren in der ersten Runde. Dann ist der Puls schon etwas hochgegangen. So fangen wir mit dem Positiven an Die ersten Runden waren eine gute Show, ausgelöst durch die Startüberlegenheit der Ferraris. Und nachdem dann aber die Mercedes da nicht mehr mitgemacht haben und weggefahren sind, war klar ersichtlich, welche Dominanz und welchen Vorsprung Mercedes hat. Das Rennen selbst hat man gesehen. Überholvorgänge würde ich das teilweise gar nicht nennen. Das war ein Vorbeifahren und war halt durch den Jeweiligen Batteriezustand verharren lässt, während normale Überholvorgänge beispielsweise. Berman hat 20 Runden gebraucht, um bei Lindblad vorbeizukommen und das war auch Lindblad sein erstes Rennen hat und nicht so routiniert war. Aber auf der anderen Seite, Max hat relativ aufgeschlossen auf Noris, hat aber keine Chance gehabt, vorbei zu fahren. Also das Überholen im klassischen Sinne ist in keiner Weise besser geworden. Und auf der anderen Seite muss man dem Reglement natürlich eine Chance geben. Es wird sicher besser werden. Aber auf der einen Seite die Regeln sind viel zu kompliziert. Also ich habe da kurz drüber gelesen, das war mir zu blöd, das alles im Detail. Gott sei Dank gibt es da ein paar Experten, die sich aber auch wirklich richtig bemühen müssen, um das rüberzubringen. Echte Überholmanöver in dem Sinn, dass sie einer später auf der Bremse ist oder schneller aus der Kurve rausgekommen ist. Und Windschatten, Die hat es in dem Sinne nicht gegeben. Also du hörst, da geht auf der Geraden vom Gas und das ist halt schwer mit der ursprünglichen DNA von der Formel eins zu verbinden. Aber nochmals das Reglement ist am Anfang. Es wird sicher große Fortschritte geben. Man hatte die Unterschiede zwischen dem Mercedes Werksmotoren und den Motoren bei. Nehmen wir McLaren. Das ist alles nur in der Software, in der Programmierung und vielleicht gelingt es innerhalb von ein paar Rennen, dass man das so hinkriegt, dass dieses Lift und Coast super und so was, was der Teufel, was da alles gibt, das wieder dann mehr der Fahrer entscheidet und nicht ein Ingenieur oder ein Energy Saving. Ich glaube, es ist ein relativ großer Vorsprung. Anthony lief viel am Start, glaube ich. Auf Platz sieben zurück und der ist dann relativ rasch wieder auf Platz zwei gefahren und ist in dieser Phase, grob gesprochen eine Sekunde schneller gefahren als der Rest des Feldes. Und auch im Rennen hat man gesehen. Diese Abstände waren immer konstant. Das waren so fünf Sekunden zwischen Russel und Antonelli und 15 zu Leclair. Ohne den Superstart, den die Ferraris hingelegt haben, wäre es nie zu dieser Situation gekommen. Aber durch ihren kleinen Turbo können wir erhoffen, dass auch bei den nächsten Rennen eine derartige Startperformance da ist. Und dann wird es halt ein paar dieser aneinander Vorbeifahrmanöver geben. Immerhin, beim Staat kann sich immer was sein. Aber Gott sei Dank hat der Kollege Pinto super reagiert. Der da, weil Losen hat ein Batterieproblem oder irgendsowas. Und das war haarscharf einer Kollision vorbei. Aber auch beim dann längere geraden sind und einer da sind Geschwindigkeitsunterschiede von bis zu 30 Kilometer Stunden. Und das ist einfach zu viel. Und ich glaube, wenn das alles ausgeglichener oder besser funktioniert, dann hoffe ich auch, oder? Dann bin ich fast sicher, dass die Freude der Piloten am Fahren wiederkehrt, weil das hat man ja gesehen, bis auf die Sieger, dass alle relativ, naja, sagen wir mit gemischten Gefühlen aus dem Auto ausgestiegen sind. Das ist weder die Natur eines richtig emotionalen Rennfahrers. Der will jederzeit am Limit sein. Und jetzt ist das Ganze ausgelegt, die Energie so optimal zu nutzen, dass die Rundenzeit die beste wird. Das heißt, nicht über Gas zu sein, heißt manchmal früher bremsen, weil eben Energiemanagement im Vordergrund steht. Das unterstützt von Ingenieuren. Und dann gibt es halt Kurvengeschwindigkeiten, wie Alonso sagt. Dass das der Koch von Aston Martin auch machen könnte. Also in seiner Situation hat er, glaube ich, etwas getan, was für ihn am meisten Spaß macht. Das ist derzeit am Nürburgring. Er wird ja ein Rennen zwischen China und Japan bestreiten, und das hat auch in der vergangenen Saison seine Stimmung und Motivation jeweils sehr, sehr positiv beeinflusst. Und wenn, dann natürlich das Paket mehr Racing ist, dann kommt auch die Stimmung wieder. Momentan lässt er seinen Frust aus. Ist verständlich. Als Vollblutrennfahrer. Wenn du liebst und Coast machen musst in einer QualifyingRunde, das ist einfach etwas unnatürliches und geht gegen die DNA. Aber wie gesagt, ich vertraue auf die Technik und vertraue auf ihr, dass die da die nötigen Änderungen macht. Aber ganz so wie es war oder so wie es die richtigen Racer lieben, werden wir nicht kommen. Da müssen wir warten, bis das neue Motorenreglement kommt. Die Entscheidung, einen eigenen Motor zu machen, das war eine sehr mutige und finanziell aufwändige Entscheidung. Die richtige war und das Ergebnis ist toll. Der Red Bull Power Trends Motor steht, glaube ich, ja nicht weit vom Ferrari entfernt. Der ist nicht ganz auf dem Level von Mercedes, aber fürs erste Mal und relativ zuverlässig. Das heißt, wir hatten nur einen Schaden an Hadscha. Die anderen drei Autos sind durchgefahren. Das ist der erste große Erfolg. Und jetzt geht es ans Feintuning. Und das heißt also Ansprechverhalten, die Rekuperationsphasen und all das. Das kann schon so 3 bis 5 Rennen dauern, aber da wird man Fortschritte sehen. Und Aber das Gesamtpaket von Mercedes, wo man auch sagen muss, dass Mercedes diesmal ein gutes Chassis hat. Das Auto lag wie auf auf Schiene, rutschte nicht, war also wirklich gut. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als Mercedes ankommen in einer Saison wird es schwierig.